Dähres Bürgermeister Bernd Hane redet Klartext: Viel Eigeninitiative, aber erneut keine großen Investitionen

#Dähre : „Wir sind froh darüber, dass es uns mit den uns zur Verfügung stehenden finanziellen, materiellen und personellen Mitteln gelungen ist, die Ordnung in den 17 Ortsteilen der Gemeinde Dähre aufrechtzuerhalten.“ Zusammen mit der Volksstimme blickte der Gemeindebürgermeister Bernd Hane kürzlich auf das vergangene Jahr zurück und stellte diesen Satz voran.

Dähres Bürgermeister Bernd Hane redet Klartext

Denn auch 2021 sei ein Jahr wesen, in dem die Gemeinde Dähre erneut keine großen Investitionen habe tätigen können, da kein Geld zur Verfügung gestanden habe,so Hane. Und auch auf Rücklagen könne für nötige Investitionen nicht zurückgegriffen werden. „Diese wurde bereits 2020 mit der Sanierung der Straße in Siedendolsleben so weit aufgebraucht, dass kein Geld mehr zur Verfügung stehen“, machte Hane deutlich.

„Wir müssen aufpassen, dass uns das Straßennetz nicht zusammenbricht.

An Straßenneubau ist dabei gar nicht zu denken.“ Im Gespräch nennt der Gemeindebürgermeister auch die Gründe, die aus seiner Sicht für die momentane Situation sorgen: „Wir sind unterfinanziert, weil wir als Gemeinde, bezogen auf die Fläche und was wir an Infrastrukturvermögen zu erhalten haben, ein fach zu wenige Einwohner sind.“ Die Gemeinde Dähre, so bezifferte Hane, umfasse mit ihren 17 Ortsteilen und 15 dazugehörigen Friedhöfen rund 78 Quadratkilometer. „Auf einem Quadratkilometer leben also acht Menschen. Dementsprechend sind wir auch finanziell ausgestattet.“

Daher falle es der Gemeinde aufgrund der Fläche auch sehr schwer, das kommunale Straßennetz – dieses ist in der Gemeinde rund 30 Kilometerlang – zu erhalten oder gar zu erneuern. „Wir sind froh darüber, dass wir 2021 rund 50 000 Euro aufwenden konnten für Straßenreparaturen“, blickte Hane zurück. Doch das sei ein Tropfen auf einem heißen Stein.

„Wir müssen aufpassen, dass uns das Straßennetz nicht zusammenbricht. An Straßenneubau ist dabei gar nicht zu denken“, beschreibt Bernd Hane die Lage in der Gemeinde.

Aus Dähre gebe es jedoch auch viele positive Dinge zu berichten, die ihm im Jahr 2021 aufgefallen seien. Unter anderem die hohe Bereitschaft fürs Ehrenamt. Und genau das lobte der Gemeindebürgermeister. „Dadurch konnten wir zum Beispiel die Waldbadsaison gut über die Runden bringen“, erklärte Hane. Es sei weniger Geld ausgegeben, aber gleichzeitig im Bad mehr eingenommen worden. Einwohner seien ehrenamtlich als Kassierer oder im Rettungsdienst im Bad tätig gewesen. „Dafür muss ich einfach meinen Dank aussprechen, da sie die Gemeinde damit sehr unterstützen“, lobte Bernd Hane das Engagement.

Als Ziel für das kommende Jahr hat sich der Gemeinderat in Dähre unter anderem die Fertigstellung des Wohnmobilrastplatzes am Waldbad gesetzt. Dieser sei auch 2020 und 2021, trotz oder gerade wegen der Corona-Pandemie, gefragt gewesen. Hane: „Wir setzen darauf, dass Touristen in unsere Region kommen und sich hier wohlfühlen.“

Quelle: Von Malte Schmidt (VOLKSSTIMME)

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