Dährer Förderverein engagiert sich für die Freizeitstätte / Mit Veranstaltungen wird Geld eingenommen

Die Saison im Waldbad Dähre neigt sich dem Ende zu. Trotz aller Einschränkungen durch die Corona-Pandemie hat es auch wieder Schwimmkurse gegeben, damit der Nachwuchs sicher im Wasser wird.

Das Duo Age in Trouble unterhielt die Gäste mit Schlagern aus vielen Jahrzehnten, zu denen auch getanzt werden durfte. Fotos: Von Oliver Becker VOLKSSTIMME

Der strömende Regen am Sonntagvormittag konnte die Dährer nicht davon abhalten, beim Frühschoppen mit dem Duo Age in Trouble in ihrem Waldbad dabei zu sein. Zum Glück für die Gäste sind auf dem Areal genug große überdachte Flächen vorhanden, so dass sie keine Bedenken haben musste, Nass von oben schutzlos ausgeliefert zu sein.

Sanitärtrakt von Grund auf saniert

Eduard de Beurs und Axel Probst garantierten beste Unterhaltung mit bekannten Hits aus der Welt des Schlagers. Die gastronomische Versorgung des Frühschoppens war ebenfalls abgesichert, und so konnten die Gäste zwischen süßen Backwaren aus eigener Herstellung, Schwein am Spieß oder Deftigem vom Grill wählen oder vielleicht auch alles probieren.

Vorstandsmitglied Anika Vierke im sanierten Sanitärtrakt, in dem auch Informationsmaterial zur Region für die Camper angeboten wird.

Tina Scheffler aus Henningen nutzte die Veranstaltung, um mit ihrer Verwandtschaft ihren Geburtstag zu feiern. Andere Gäste dagegen packten die inzwischen selten gewordene Gelegenheit beim Schopfe, um endlich mal wieder das Tanzbein zu schwingen.

Es war bereits die dritte Veranstaltung in diesem Jahr, informierte Anika Vierke vom Förderverein Waldbad Dähre. Eine öffentliche Posaunenprobe im Juli und der musikalische Nachmittag mit Scheres lustigen Straßenmusikanten am vergangenen Wochenende hatten zahlreiche Menschen ins Waldbad gezogen.

Jedoch musste das Neptunfest in diesem Jahr ausfallen, bedauerte sie. Denn die Veranstaltungen sind ein weiteres Standbein des Waldbades, mit dem die Freizeitstätte mit finanziert wird. So würden die Musiker auf ihre Gage verzichten. Die Einnahmen kämen in voller Höhe dem Waldbad zugute.

Die rund 120 Vereinsmitglieder arbeiten alle ehrenamtlich und halten das Badegeschäft am Laufen. Sie garantieren so, dass das Waldbad weiter existieren kann.

Die Familien Schweimler und Engelbrecht aus Osterwieck sind begeistert vom Dährer Waldbad. Es war wohl nicht ihr letzter Besuch dort.

Stolz verweist Anika Vierke auf den Sanitärtrakt, der von Grund auf saniert wurde. Gemeinsam mit dem Sportverein habe man das Vorhaben in Angriff genommen. So erhielt es ein neues Dach, neue Toiletten und Duschen. Der Außenbereich würde auch von der Sanierung profitieren, so Anika Vierke und zeigt auf einen Holzpavillon, der von den Urlaubern auf dem Campingplatz sehr gut angenommen wird. Der Campingplatz bildet ein weiteres Standbein und sichert zusätzliche Einnahmen. An den Nummernschildern war zu erkennen, dass zurzeit Gäste aus Braunschweig, Berlin und dem Harz das Angebot nutzen. Ehepaar Engelbrecht aus Osterwieck ist bereits das zweite Mal in diesem Jahr auf dem Campingplatz. Dieser hatte ihnen so gut gefallen, dass sie dieses Mal mit Tochter, Schwiegersohn und Enkeltochter in Dähre ein paar Tage verbringen. Der Platz sei so ruhig und das Freibad in direkter Nähe: Ein Traum, schwärmen sie. Lob gibt es auch für die ehrenamtlichen Mitarbeiter, die durch ihre Arbeit den Aufenthalt verschönern und eine Rundumversorgung gewährleisten. Auch wird der Campingplatz von Kinder- und Jugendgruppen der Feuerwehr und kirchlichen Einrichtungen angesteuert, um im Dährer Waldbad ein paar Tage Ferien zu verbringen.

Mit der Anzahl der Besucher zeigt sich der Verein zufrieden. Vereinsmitglied Anett Hane liefert dazu ein paar Information. So hätten 2020 insgesamt 12 045 Gäste das Bad aufgesucht. In diesem Jahr rechne der Verein mit ähnlichen Zahlen. Erfreulich sei, so Bernd Hane vom Förderverein, dass der Verkauf der Jahreskarten in die Höhe gegangen sei, denn das gäbe zusätzliche Sicherheit. Das Waldbad müsse unbedingt erhalten werden, denn es sei wichtig für die Region. Die Camper, darunter auch viele Fahrradtouristen, würden so die Möglichkeit haben, die Region zu erkunden und außerhalb dieser bekannter zu machen.

Birgit Schmidt präsentiert die Zauberleine und den Schutzengel, der den Kindern bei ihren Schwimmversuchen zusätzliche Sicherheit gibt.

Auch der Schwimmunterricht sei enorm wichtig. In diesem Jahr haben 29 Kinder im Alter von fünf bis sieben Jahren an den Schwimmkursen teilgenommen und 23 von ihnen das Seepferdchen gemacht, lobt Schwimmtrainerin Birgit Schmidt, die die Kurse abwechselnd mit Bernd und Anett Hane, Alexandra Buhr und Sieglinde Mahlke anbietet. Zum Erfolg haben aber auch die Zauberleine und -perlen geführt, die den Kindern zusätzlich Sicherheit und Ansporn geben. Und zuletzt stand über allen auch der Dährer Waldbad-Schutzengel, von dem die Kinder jeweils eine Kopie zum Abschluss ihres Kurses überreicht bekamen.

Hoffen auf den Weihnachtsmarkt

Nun neigt sich die Saison dem Ende zu. Bis Ende August, je nach Wetterlage, soll das Bad noch geöffnet sein. Die Mitglieder hoffen, dass in diesem Jahr der Weihnachtsmarkt wieder veranstaltet werden kann, dessen Einnahmen ebenfalls dem Waldbad zugutekommen und der ein Höhepunkt im kulturellen Leben des altmärkischen Dorfes ist.

Quelle: Von Oliver Becker VOLKSSTIMME

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