Treffen der „Ford Devils Altmark“ lockt Auto-Liebhaber aus ganz Deutschland ins Waldbad Dähre

Die „Ford Devils Altmark“ luden zum Treffen ins Waldbad Dähre ein. Dabei gab es viele chromblitzende Schmuckstücke zu sehen . Gäste kamen aus allen Teilen Deutschlands und auch über die Landesgrenzen hinaus.

Zwar kein Ford, aber trotzdem gern gesehen: Michael Baasner ist Teil der US-Auto-Szene und präsentierte während des Treffens der „Ford Devils Altmark“ im Waldbad Dähre seinen Dodge Charger, einen original US-amerikanischen Polizeiwagen.
Fotos: Leon Zeitz VOLKSSTIMME

Quelle: Von Leon Zeitz VOLKSSTIMME

#Dähre ● „Ford Devils Altmark“ – das klingt nach Ärger. Nach harten, muskelbepackten Typen, die nichts anderes im Sinn haben als Alkohol und Unruhestiften. Und genau diese Rowdys kampierten am Wochenende im friedlichen Waldbad in Dähre. Chaos vorprogrammiert? Falsch gedacht. „Solche Klischees bedienen wir nicht. Wir sind eine friedliche Veranstaltung, an der vor allem auch Familien mit Kinder teilnehmen können“, sagt Frank Friedrich. Das Mitglied der „Ford Devils Altmark“ hat das Treffen mitorganisiert.

Vor 22 Jahren hat sich der Verein gegründet. Das Treffen in Dähre ist nun insgesamt ihr zehntes. Durch die CoronaPandemie musste die zehnköpfige Gruppe zwei Jahre lang aussetzen.

Ringen um Aufmerksamkeit

Egal ob Einhörner oder Minions: Beim Treffen der „Ford Devils Altmark“ gab es einige Kuriositäten zu sehen.

Vorher hätten die Treffen immer in Ahlum stattgefunden. Doch es wurde Zeit für einen neuen Standort. „Wir haben etwas Neues gesucht und sind dann auf das Waldbad hier gestoßen. Das ist ein toller Ort für Familien“, so Friedrich.

Während des Wochenendes wurde einiges geboten, wie beispielsweise eine „Devil’s Rallye“ durch die Altmark. Das Herz des Treffens sind jedoch die Pokalvergaben. Denn vor allem gehe es um „Fishing for Compliments“ – das Fischen nach Komplimenten. „Wer sein Auto aufmotzt und daran herumschraubt macht das nicht einfach so. Dann möchte man natürlich schon Aufmerksamkeit dafür bekommen“, erklärt Frank Friedrich.

Die Pokalkategorien waren unter anderem „Bester Extremumbau“ oder „Bester Originalzustand“. Aber auch die weiteste Anreise und der größte Club wurden ausgezeichnet. Für das Treffen reisen AutoLiebhaber aus ganz Deutschland in die Altmark an. „Wir haben auch Besucher aus Süddeutschland und sogar aus Belgien“, sagt der 49-Jährige.

Insgesamt haben rund 200 Fahrzeuge auf dem Gelände des Waldes Platz. „Wir freuen uns wirklich darüber, wie weitläufig das Areal ist.“

Geselligkeit und familiäre Atmosphäre

Einer der Gäste war Rocco Steg. Der Magdeburger ist seit Stunde eins bei den Treffen der „Ford Devils Altmark“ mit dabei. Er war mit seiner Familie und Freunden angereist. „Ich nehme mir extra immer Urlaub dafür“, sagt der 46-Jährige. Seinen Ford schmücken grelle, grüne Minions. Auch der Wagen seiner Frau Anja – ebenfalls ein Ford – ist auffällig. Sie ist Einhorn-Fan. Das Besondere an den Treffen ist für die beiden das Gemeinschaftsgefühl. „Das ist hier schon beinahe wie Familie. Hier kann man jedem vertrauen. Es ist einfach toll“, sagt Rocco Steg.

Die 15-jährige Amy teilt die Liebe zu Ford mit ihrem Vater. „Das wurde mir einfach so vorgelebt. Mein erstes Auto soll auch ein Ford werden.“ Auch Rocco Stegs jüngste Tochter Hannah ist mit dabei. Die Sechsjährige war bei ihrem ersten Ford-Treffen gerade mal einen Monat alt.

Aber nicht nur Fords sind beim Treffen erlaubt. „Wir sind eine markenübergreifende Veranstaltung“, sagt Frank Friedrich. So durfte sich auch Michael Baasner mit seinem US-amerikanischen Polizeiwagen, einem Dodge Charger, präsentieren. Er ist mit einem der Organisatoren befreundet und hat so von der Veranstaltung erfahren. „Ich bin Teil der US-Szene. Mein Wagen ist ein Original und das einzige Exemplar in Deutschland“, sagt er stolz. Den Polizeiwagen fahre er jedoch nur zu besonderen Veranstaltungen oder mal am Wochenende. Michael Baasner ist das erste Mal beim Treffen der „Ford Devil Altmark“ dabei. Auch für ihn ist vor allem die familiäre Atmosphäre zentral.

Dem könne sich auch Frank Friedrich nur anschließen. „Es ist einfach schön zu sehen, wenn Menschen mit dem gleichen Interesse aus unterschiedlichen Regionen zusammentreffen und gemeinsam Spaß haben“, sagt er. Schade fände er nur, dass sich immer weniger junge Menschen für das Aufmotzen von Fahrzeugen interessierten. „Aussterben wird die Szene aber so schnell trotzdem nicht“, sagt er lachend.

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