Dährer Rat diskutierte verschiedene Varianten für die Reparatur der Verbindung Holzhausen-Wiewohl

Die Fahrbahn zwischen Holzhausen und Wiewohl weist unzählige Risse auf. Der Dährer Rat machte sich vor Ort ein Bild und diskutierte Varianten, wie die Schäden behoben werden können.

Holzhausen/Wiewohl l Das Baugrundgutachten bescheinigt der Ortsverbindung zwischen Holzhausen und Wiewohl keinen guten Zustand. „In mehreren Bereichen gibt es einen nichttragfähigen Untergrund. In einem Meter Tiefe ist es moorig“, erklärte Planer Jens Buchholz von einem Salzwedeler Planungsbüro beim Vor-Ort-Termin am Montagabend. Zudem sei der Asphalt, der hier Anfang der 1970er Jahre eingebaut wurde, belastet. Das sei bei allen sieben Kernbohrungen an unterschiedlichen Stellen festgestellt worden. Die Entsorgung werde somit sehr teuer.

Der ursprüngliche Sommerweg sei angeflickt und mit Asphalt überzogen worden, ergänzte Cindy März aus dem Bauamt der Verbandsgemeinde Beetzendorf-Diesdorf. Das habe dazu geführt, dass sowohl Quer- als auch Längsrisse entstanden seien.

Vor der Gemeinde liegt jetzt eine finanzielle Herausforderung. Denn der Kreis hatte diese Ortsverbindung zur Gemeindestraße herabgestuft, da die beiden angrenzenden Orte über andere Kreisstraßen erreicht werden könnten, erinnerte Bürgermeister Bernd Hane.

Ratsmitglieder, Planer Jens Buchholz (2. von links) und Cindy März vom Bauamt der Verbandsgemeinde Beetzendorf-Diesdorf (3. von links) sahen sich die Straße zwischen Holzhausen und Wiewohl an. Foto: Anke Pelczarski VOLKSSTIMME

Der Planer stellte zwei Varianten vor. Zum einen wäre das der grundhafte Ausbau der etwa zwei Kilometer langen Verbindung, der jedoch kostenmäßig auf etwa eine Million Euro geschätzt werde. Zum anderen würde sich eine Reparatur der Oberfläche mit einem neuen Deckschicht-Aufbau anbieten, die kostenmäßig bei etwa 270 000 Euro liegen würde. „Dann wäre zwar die Oberfläche dicht. Aber die Risse würden in naher Zukunft wieder auftreten“, merkte Jens Buchholz an. In der Diskussion kam eine weitere Variante auf: die doppelte Oberflächenbehandlung, nachdem Absenkungen und Risse geflickt worden sind. Diese würde vorübergehend verhindern, dass Wasser in den Straßenkörper eindringen könne, sagte der Planer. Er erhielt den Auftrag, die Kosten für diese Möglichkeit zu ermitteln.

Der Planer informierte darüber, dass die Gemeinde nicht verpflichtet sei, eine Mittellinie aufbringen zu lassen, wenn die Oberfläche neu befestigt sei. „Das ist nicht mehr vorgeschrieben bei schmaleren Straßen“, fügte er hinzu.

Einig waren sich die Ratsmitglieder, dass vor der Reparatur der Straße unbedingt die seitlichen Bankette ein Stück weit abgetragen werden müssten. Denn die Höhe verhindere das Ablaufen des Regenwassers von der Straße, merkte Bernd Hane an. Dies sein nicht nur an der Straße Holzhausen-Wiewohl der Fall, sondern auch an anderen Stellen in der Gemeinde Dähre.

Während der anschließenden Sitzung favorisierten die Ratsmitglieder die Reparaturvariante mit der doppelten Oberflächenbehandlung. Sie hoffen, dass dieses Vorhaben finanziert werden kann. Im Haushalt ist eine fünfstellige Summe für diese Straßenverbindung eingeplant.

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