66. Saison in Dähre mit einer mehrstündigen Festsitzung eröffnet / Gute Unterhaltung und Kurzweil geboten

Es ist keine Fatamorgana: Die Karnevalsgesellschaft Rot-Weiß 54 Dähre hat mit Jens I. (Hamer) und Stefanie (Lerche) ein neues Prinzenpaar gefunden.

Tolle Kostüme und eine verführerische Choreografie: Die Tanzmäuse setzten „Candyman“ in Szene. Der neue Prinz Jens I. war so begeistert, dass er nicht nur die Zugabe einforderte, sondern auch das Dankeschön-Präsent selbst überreichte.

Da schreiten Jens I. (Hamer) und Stefanie (Lerche) zur Tat: Das Prinzenpaar der 66. Karnevalssaison in Dähre eröffnete den Tanz in der Turnhalle. Vorausgegangen war ein gut dreistündiges kurzweiliges Programm, bei dem das Geheimnis gelüftet wurde, wer auf Stefan I. und Madlen (Lehnecke) nachfolgt. Für die Tänze der Funken, der Crazy Girls und der Tanzmäuse gab es viel Applaus. Das Dreigestirn aus Frauen- und Prinzengarde sowie Karnevalspolizei hatte sich die „Tagesschau“ auserwählt: Lebendiger konnten Nachrichten nicht sein. Fotos: Anke Pelczarski VOLKSSTIMME

 

Prinz Jens I. (Hamer) und Prinzessin Stefanie (Lerche) sind das neue Dährer Prinzenpaar.

 

„Vor einem Jahr hat unsere Amtszeit begonnen. Da haben uns Karnevalisten gesagt, dass das Jahr um sei, ehe man sich versieht. So war es wirklich“, blickte Prinz Stefan I. (Lehnecke) zurück. Gemeinsam mit seiner Prinzessin und Ehefrau Madlen dankte er den Kindern, Eltern und unzähligen Helfern, die sie so prima unterstützt haben. „Es hat alles sehr viel Spaß gemacht“, resümierte er während der Festsitzung am Sonnabend in der Dährer Turnhalle.

Präsident Klaus Merda (von links) hieß die neuen Mitglieder Stefan Lehnecke, Jan-Hendrik Bromann, Stephanie Schulz und Madlen Lehnecke per Säbelschlag willkommen.

Damit der Abschied nicht so schwer fällt, erfreuten die Mini- und die Kleinen Funken das scheidende Prinzenpaar mit ihren Tänzen. Und auch die Hofkapelle Harmonie sorgte mit unzähligen Stimmungsliedern für gute Laune.

Nebel wabert durch die Turnhalle

Doch wer folgt auf das Prinzenpaar der 65. Saison? Das Motto „Wie eine Fatamorgana“ war auf der Bühne zu lesen. Doch die darum drapierten Utensilien wie Schwimmflossen und ein Strohhut gaben keine Antwort auf die Frage.

Alles auf, was Beine hat, und mitgemacht: Die Karnevalsgesellschaft brachte sich beim „Singenden Känguru“ ebenso ein wie die Besucher. Fotos: Anke Pelczarski

Durch den Nebel wurde eine Sänfte mit einer verschleierten Person vor die Bühne getragen. Ein Sklavenhalter trieb vier Männer in den Raum, die vortanzen mussten. Doch für keinen interessierte sich die Unbekannte. Stattdessen weckte deren Besitzer die Neugier. Zeremonienmeister Torsten Barthel fragte die beiden, ob sie das Prinzenpaar werden wollen – Ja. Hinter der Verkleidung kamen Jens Hamer aus Langenapel und Stefanie Lerche aus Dähre zum Vorschein. Beifall brandete auf. Der neue Prinz freut sich auf „eine spannende Zeit“. „Im Jahr 1954 ist der Karnevalsverein aus dem Sportverein hervorgegangen, dessen Vorsitzender ich heute bin“, verwies Jens Hamer auf eine Verbindung zwischen beiden Vereinen.

Das scheidende Prinzenpaar nahm die „Neuen“ in ihre Mitte, um Tipps zu geben. Dazu gehörte auch das Aufpassen. Das muss Jens I. noch üben: Als er nicht aufpasste, stiebitzte der Elferrat das Zepter.

Uta Barthel als „Unschuld vom Lande“ sinnierte über Mogelpackungen. Sie regte an, im nächsten Jahr im Dährer Waldbad FKK einzuführen. Ihre Begründung: „Dafür braucht man keine Bikinifigur.“

Dreigestirn brilliert mit der „Tagesschau“

Die Frauen-, Prinzengarde und Karnevalspolizei brillierte als Dreigestirn mit der besonderen „Tagesschau“. Matthias Hane war für die Nachrichten zuständig und verkündete unter anderem folgende Meldung: „Wissenschaftler haben festgestellt, die meisten Vegetarier bestehen aus Fleisch.“ Paula Scheper gab Sport-Schlagzeilen zum Besten. Auch die Liveschaltungen zu Reportern sorgten für Lachanfälle. So interviewte Elise Thunecke beispielsweise Chris Kubaink, der vom Landwirt zum Arzt umgeschult hatte. Nicht zum Hausarzt, sondern zum Gynäkologen. „Ob Kuh oder Frau, alle müssen besamt werden. Es gibt zu wenig Nachwuchs in Dähre“, meinte er. Reporter Richard Obermüller fragte bei der Wehr nach den neuesten Errungenschaften nach. Martin Barthel präsentierte das topmoderne Breitband-Funkgerät, aus zwei Dosen und einem Seil bestehend. Der einzige Nachteil: „Man darf nicht zu nahe an den Brandherd heran.“ Auch der lebendige Wetterbericht mit herumfliegendem Laub, Regen und Schneesturm kam gut an. „Wetterfrosch“ Eric Fähse ließ alles über sich ergehen.

n der „Tagesschau“ der Prinzen-, Frauengarde und Karnevalspolizei ging es sehr lebendig zu. Dann kann auch ein „Wetterfrosch“, gemimt von Eric Fähse, ganz schön nass werden.

Gleich zweimal mussten die Großen Funken, die Crazy Girls und die Tanzmäuse ihre Programme im Scheinwerferlicht aufführen, so gut gefiel es dem Prinzenpaar und dem Publikum.

Die Crazy Girls erfreuten mit einem neuen Tanz

Nach gut dreieinhalb Stunden eröffneten Jens. I. und Stefanie den Tanz. Die Karnevalsgesellschaft und ihre Gäste feierten bis in die Nacht. Sie freuen sich jetzt schon auf die tollen Tage vom 22. bis 24. Februar 2020.

Mehr Bilder im Netz unter www.volksstimme.de/salzwedel

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