Seniorenfeier nach 2G-Regel

Seniorenfeier nach 2G-Regel

Eine Weihnachtsfeier, an der geimpfte und genesene Senioren aus der Gemeinde Dähre teilnehmen können, soll am Mittwoch, 1. Dezember, ab 14 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus Bonese gefeiert werden. Das kündigte Bürgermeister Bernd Hane an. Der Nachweis fürs Einhalten der 2G-Regel werde kontrolliert und müsse schriftlich bestätigt werden. Wer teilnehmen möchte, sollte sich bis spätestens 22. November bei den für den jeweiligen Ortsteil zuständigen Ratsmitgliedern anmelden. Anmeldungen per aber auch E-Mail sind unter gemeinde.daehre@vg-beetzendorf.de oder info@gemeinde-daehre.de möglich. Ansprechpartner sind zudem Bernd Hane, Telefon 0172/ 3 05 12 64, und Kerstin Fritzlar, Telefon 0175/3 21 18 81.

Der Gemischte Chor Dähre konnte auch ohne Dirigent mit seinen Gesangskünsten überzeugen. Foto: David Schröder VOLKSSTIMME
Erinnern an die Opfer

Erinnern an die Opfer

Volkstrauertag in Dähre und Jübar

Andachten und Kranzniederlegungen zum Volkstrauertag wird es auch in diesem Jahr in der Verbandsgemeinde Diesdorf geben – unter Einhaltung der aktuellen Corona-Regeln.

In der Gemeinde Dähre soll die Erinnerung durch derartige Veranstaltungen bewahrt werden, teilt Bürgermeister Bernd Hane mit. Das sind die Termine für Sonntag, 14. November: 9 Uhr Hohendolsleben,10 Uhr Schmölau und Kortenbeck, 14 Uhr Bonese und Dahrendorf, 15 Uhr Dähre. Treffpunkt ist an den Kriegerdenkmälern.

Die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Jübar organisieren das Gedenken am Kriegerdenkmal unweit der Kirche. Der Kranz wird am Volkstrauertag um 11 Uhr niedergelegt. Interessierte Bürger sind zu dieser Veranstaltung willkommen.

Kinder feiern Lichterfest

Kinder feiern Lichterfest

Bonese l Die Corona-Pandemie sorgt derzeit für vielerlei Einschränkungen. Doch die Mädchen und Jungen aus der Kita Haus der kleinen Hände Bonese mussten auf ihr Lichterfest nicht verzichten. Nur dass diesmal Eltern und Schalmeienkapelle nicht dabei sein durften, berichtet Kita-Leiterin Jennifer Starke.

Die Mädchen und Jungen aus der Boneser Kita feierten in diesem Jahr – coronabedingt – ihr Lichterfest allein. Foto: Kita Bonese

Am Vormittag haben die Kinder bunte Lichtergläser gestaltet, die ebenso wie ausgehöhlte Kürbisse mit Kerzen bestückt wurden und in der Dunkelheit leuchteten. Zum Fest habe es frische Waffeln und warmen Zaubertee – dahinter verbirgt sich Tee mit Saft – gegeben, sagt die Leiterin. „Wir sind mit den Laternen auch eine Runde durch Bonese gegangen. Dabei hat unsere Musikanlage für gute Unterhaltung gesorgt“, fügt sie hinzu. Zum Abendbrot gab es heiße Würstchen. Der Spaß und das Toben seien nicht zu kurz gekommen bei diesem Fest.

Kerstin Fritzlar ist die neue „Kümmerin“

Kerstin Fritzlar ist die neue „Kümmerin“

Ansprechpartnerin für Bonese

Ist ab sofort die erste Ansprechpartnerin, wenn es um Bürgerbelange in Bonese geht: Kerstin Fritzlar.
Foto: Kai Zuber Altmarkzeitung

#Dähre / #Bonese – Eine personelle Angelegenheit in Sachen Gemeinde-Zuständigkeit galt es während der jüngsten Dährer Ratssitzung zu regeln. Das Thema war schnell erledigt: Kerstin Fritzlar ist künftig als neue Interessenvertreterin für Bonese zuständig. In dieser Funktion als Ansprechpartnerin für alle Bürgerbelange wurde sie im Rat für den Ortsteil und die nähere Umgebung benannt.

Doch auch das Dorfgemeinschaftshaus (DGH) war Thema in dem Gremium. Denn: Es ging um die Corona-Regeln im Boneser DGH. Das Fazit von Dähres Ortschef Bernd Hane: „Wir stellen das Haus lediglich zur Verfügung, treten aber derzeit als Kommune nicht als Veranstalter auf.“ Private Feiern im Boneser DGH und in ähnlichen Einrichtungen sind bis zu 50 Personen möglich. Die Verantwortung dafür trägt der private Mieter, stellte Hane klar. Für entsprechende Anlagen zur Desinfektion am Eingang und in den Toiletten ist zu sorgen. „Wir zählen auch als Gemeinde nicht die Leute“, stellte der Bürgermeister klar. Auch das sei Sache des Mieters.

Danach ging es im Dährer Gemeinderat aus gegebenem Anlass noch um Ordnung und Sicherheit auf öffentlichen und kommunalen Wegen. Hier bat Bernd Hane alle Ratsmitglieder und Bürger in den Ortsteilen darum, entsprechende „Stolperstellen“ zu melden. So waren zum Beispiel jüngst auch einige Löcher in Gehwegen in Bonese gemeldet und die Unfallgefahr dort beseitigt worden. „Wenn jemand hinfällt und die Gemeinde verklagt, dann kriegt er Recht“, betonte der Ortschef im Rat die juristischen Hintergründe.

Eine Girlande für die „Krippentante“

Eine Girlande für die „Krippentante“

Sabine Polzin hat seit drei Jahrzehnten Freude an der Arbeit mit Kindern

Die Mütter Sandra Kuhn (von links), Kathrin Träger und Tina Knack dankten Sabine Polzin für ihr Engagement. Die Geehrte arbeitet seit 30 Jahren als Erzieherin in der Boneser Kita. Foto: Anke Pelczarsk Volksstimme

 

Bonese l „Sabine Polzin hat eine liebe Art, mit Kindern umzugehen“, schildert Sandra Kuhn. „Sie ist immer tiefenentspannt“, ergänzt Tina Knack. „Sie ist eine Erzieherin mit Leib und Seele“, meint Kathrin Träger. Die drei Muttis haben sich in aller Frühe vor der Boneser Kita getroffen. Sie wollen die Erzieherin überraschen, die seit 30 Jahren vorrangig für die Jüngsten in der Boneser Einrichtung da ist.

Erst die Mutti betreut und jetzt deren Sohn

„Wir haben mit 15 Leuten die Girlande gewickelt“, erzählt Tina Knack. Die Kinder hätten Hände liebevoll gestaltet – schließlich heißt die Kita auch „Haus der kleinen Hände“. Und auch Luftballons seien aufgepustet worden. „Es war eine nette Runde“, schildert Tina Knack, die etwas besonderes mit Sabine Polzin verbindet. Denn die junge Frau wurde von ihr ab 1991 in der Boneser Kita betreut. Seit September 2018 hat die Erzieherin ihren Sohn Felix unter ihren Fittichen.

Da rollt endlich „Biene“, wie die Fahrendorferin von den Muttis genannt wird, an. Sie stoppt ihr Auto kurz, möchte am liebsten umdrehen. Doch die Kinder wollen betreut werden. Die drei Muttis gratulieren, überreichen ein kleines Geschenk. Freudentränen rollen. „Da muss ich nicht alles falsch gemacht haben“, sagt Sabine Polzin, die aus Magdeburg stammt und dort von 1985 bis 1988 Krippenpädagogik studiert hat. Danach begann für sie in der Landeshauptstadt der Arbeitsalltag. Damals, blickt sie zurück, habe sie sich für drei Jahre Arbeit an einer Stelle verpflichtet. „Mein Mann lebte aber in der Altmark. Und in Bonese war gerade eine Stelle frei. Da wollte ich gern wechseln“, erinnert sich die Fahrendorferin. Seit 1989 arbeitet Sabine Polzin nun in der Boneser Kita.

„Ich bin von jeher eine Krippentante“, erzählt sie. Die Kleinen aufwachsen zu sehen, welche Sprünge sie machen, aber auch später das Wiedererkennen, das fasziniere sie immer noch an dem Beruf. „Und das Kinderlachen, das möchte ich nicht missen“, fügt Sabine Polzin hinzu. Heutzutage seien die Mädchen und Jungen selbstbewusster als in ihrer Berufsstarterzeit. „Es ist ein Job, der mich jung hält. Ich möchte keinen anderen machen“, sagt die Erzieherin. Dann geht es hinein ins Haus: schließlich wollen ihr die Kinder auch gratulieren.

Die Pfingstochsen unterwegs

Die Pfingstochsen unterwegs

 

Der schwere Pfingstochse wurde von den Kindern und Eltern in Schmölau von Hof zu Hof begleitet. Da gab es für die Kinder aber auch für die Erwachsenen etwas Süßes. Foto: David Schröder VOLKSSTIMME

Bonese/Schmölau (ds) l „Tag ins Haus, Glück ins Haus, umgekehrt zur Tür hinaus. Hoch in die Lüft da häng die lang Würscht. Gift mi die Lang und lasst die Kurzen hang“, sagten die Kinder am Morgen des Pfingstsonntags in Bonese und Schmölau an den Haustüren ihren Spruch auf. Wurst und Eier gab es aber wie in den alten Zeiten nicht mehr. Heutzutage staubten die Junioren viele Süßigkeiten beim Rundgang mit dem sogenannten Pfingstochsen ab. Besonders bunt mit Blumen geschmückt, ging es in Schmölau von Hof zu Hof. Und auch für die Erwachsenen, die den Umzug begleiteten, gab es die eine oder andere Belohnung in Form eines guten Schlucks. Später wurde die Beute an den Feuerwehrgerätehäusern der beiden Orte gerecht aufgeteilt. Mit gemütlichen Feiern bei bestem Sommerwetter klang der Vormittag aus.

In Bonese trugen Hans-Jürgen Wollschläger (links) und Klaus Träger den sogenannten Pfingstochsen. Dahinter liefen die Kinder des Ortes von Haus zu Haus und sammelten viele Süßigkeiten ein. Foto: David Schröder

Gut auswendig gelernt sagten die Kinder an den Haustüren das Gedicht auf. Dafür wurden sie ausgiebig belohnt. Foto: David Schröder

Fotos: David Schröder VOLKSSTIMME

Osterfeuer in unserer Gemeinde

Osterfeuer in unserer Gemeinde

Wann und wo in der Region am Wochenende die Osterfeuer lodern / Alle Zeiten im Überblick


 

Dieses Brauchtum wird in der Altmark hochgehalten: Zahlreiche Osterfeuer werden am Wochenende wieder entzündet.
 

Sonnabend, 20. April
 

Rund um Dähre lodern am Osterwochenende zahlreiche Feuer. Frühstarter ist der Orte Fahrendorf (ab 18 Uhr am Feuerwehrgerätehaus). In Schmölau wird das Feuer um 18.30 Uhr (Feuerwehrgerätehaus) entzündet. Ab 19 Uhr können Feierfreudige nach Dähre (Osterfeuerplatz), Lagendorf (Feuerwehrgerätehaus) und Bonese (Mühlenberg) pilgern. In Winkelstedt (Osterfeuerplatz) geht es um 19.30 Uhr los.

 
Sonntag, 21. April

 
Auch am Sonntag wird der Flammenschein am Abend die Region erhellen. Ab 19 Uhr wird in Dahrendorf (Harper Bogen) und Eickhorst (Dorfplatz) die Feuer entzündet.
 

Für die Versorgung aller Besucher ist überall ausreichend gesorgt.

 

Quelle: VOLKSSTIMME

Kein Glasfaserkabel – Einwohner stellen Anträge an die Politik

Kein Glasfaserkabel – Einwohner stellen Anträge an die Politik

Landtagsabgeordneter Carsten Borchert (CDU) will sich für Änderung der EU-Richtlinie einsetzen

Da Teile von Dähre und Bonese als erschlossen gelten, darf der ZBA dort keine Glasfaserkabel verlegen. Archivfoto: U. Elste VOLKSSTIMME

 

Die Stühle im Dährer Gemeindebüro waren am Montagabend komplett besetzt – nicht nur von den Ratsmitgliedern, sondern auch von den Einwohnern aus Dähre und Bonese. Sie wollten die Einwohnerfragestunde der Ratssitzung nutzen, um ihren Unmut über die Zukunft der Breitbandversorgung klar zum Ausdruck zu bringen.

Dähre und Bonese sind in Sachen Breitbandausbau geteilt: In einigen Bereichen installiert die Telekom die Vectoringtechnik mit Glasfaserkabeln bis zum Verteilerkasten und Hausanschlüssen aus Kupfer. Damit gelten sie als erschlossen. Alle anderen Bereiche kann der Zweckverband Breitband Altmark (ZBA) auf Grundlagen der Förderrichtlinien mit Glasfaserkabeln bis ins Haus erschließen, die die Übertragung von wesentlich höheren Datenmengen ermöglichen. „Das wollen wir auch haben“, sagt Michael Koralus. Kurzentschlossen füllte er auch einen Antrag auf Erschließung durch den Zweckverband aus. Andere Einwohner aus Dähre und Bonese schlossen sich seiner Initiative an. Die Anträge übergaben sie am Montag jedoch nicht an den Zweckverband, sondern an den Landtagsabgeordneten Carsten Borchert (CDU) aus Jübar.

Geteilte Ortschaften

Dieser sagte zu, alles zu versuchen, um eine Änderung der bestehenden EU-Richtlinien zu erreichen. Immerhin habe der Bund bereits einen entsprechenden Antrag gestellt, so Borchert. „Der Lauf der Zeit habe schließlich die politischen Entscheidungen überholt“, so der Politiker.

Borchert konnte die Empörung der Einwohner gut nachvollziehen. In seinem Heimatort Jübar stelle sich die Situation ähnlich dar, berichtete er. Während das „Oberdorf“ vom Glasfaserausbau profitiere, habe das „Unterdorf“ das Nachsehen, so Borchert, in Personalunion Jübarer Bürgermeister. Er wohne übrigens im Unterdorf, ebenso wie ZBA-Geschäftsführer Andreas Kluge, fügte Borchert schmunzelnd hinzu. Mit den Anträgen aus Dähre und Bonese habe er jetzt auch etwas in der Hand, um dem Ansinnen Nachdruck zu verleihen.

Die Mitglieder des Dährer Gemeinderates um Bürgermeister Bernd Hane signalisierten die Unterstützung für das Ansinnen der Einwohner. Nur weil jemand 2016 in einer Umfrage mal einen Ausbau mit 30 MBit angekündigt habe, sei eine so eine willkürliche Einteilung nicht hinnehmbar.

Neue Techniken bleiben Utopie

Die Kupfer-Anschlüsse ermöglichen auch nicht wirklich hohe Datenmengen, hieß es aus dem Kreis der betroffenen Einwohner. „13 oder 15 MBit – das reicht einfach nicht aus. Techniken wie 5 G werden für uns ewig Utopie bleiben“, so ihre Befürchtung.

Ratsherr Torsten Barthel forderte gleiche Bedingungen für alle Menschen in Sachen Breitbandausbau. Dass solche Unterschiede im Ausbau gemacht werden, sei schlicht für die Menschen nur unverständlich.

Mit der Trockenheit kamen die Käfer

Mit der Trockenheit kamen die Käfer

Waldbesitzer fürchten um ihre Bäume / Ein neuer Schädling aus Tschechien eingeschleppt

Forstschädlinge machen auch den Mitgliedern der Forstbetriebsgemeinschaft Hans-Jochen-Winkel zu schaffen. Forstamtsleiter Helmut Jachalke forderte rechtzeitiges Handeln ein.
Von Anke Pelczarski VOLKSSTIMME

Forstamtsleiter Helmut Jachalke (stehend) informierte die Mitglieder der Forstbetriebsgemeinschaft Hans-Jochen-Winkel über den Schädlingsbefall, der derzeit zu beobachten ist.Foto: Anke Pelczarski VOLKSSTIMME

Bonese l Die Stürme vor zwei Jahren und im Januar des Vorjahres sind noch nicht Geschichte. „Wir haben gedacht, dass wir etwas später mit dem Aufarbeiten des Sturmholzes anfangen, weil wir uns gesagt haben, woanders war der Sturm schlimmer“, sagte Hans-Heinrich Busse, Vorsitzender der Forstbetriebsgemeinschaft (FBG) Hans-Jochen-Winkel, während der Jahreshauptversammlung im Dorfgemeinschaftshaus Bonese. Aber diesen Fehler würde er nie wieder machen. Die Firmen hätten so viel zu tun, dass teilweise noch Sturmholz im Wald liege.

Waldbrand-Faltbehälter an Feuerwehr spendiert

Durch die Trockenheit seien die Käfer gekommen, was zusätzlich für Probleme gesorgt habe. Ein Fichtenbestand musste sogar völlig abgeholzt werden, um weitere Schäden abzuwenden. Wobei das radikale Beseitigen des Bewuchses bei der Forstzertifizierung (PEFC), wofür die FBG eine Anerkennung habe, nicht gern gesehen werde. „Wir hatten im Dezember den TÜV Nord da, der uns überprüft hat. Wir konnten aber begründen, warum wir den Kahlschlag machen mussten“, informierte Hans-Heinrich Busse.

Er erinnerte daran, dass die FBG im Vorjahr der Dährer Wehr einen Waldbrand-Faltbehälter spendiert habe. Damit sei es möglich, dass im Fall der Fälle im Wald ein Wasserresservoir angelegt werden könne.

„Wir haben derzeit 6047 Hektar Wald in der Betreuung, sind jetzt bei 834 Mitgliedern. Damit sind wir weiter die Nummer 1 in Sachsen-Anhalt“, sagte der Vorsitzende. Fachliche Hilfe gebe es weiterhin vom Betreuungsforstamt Westliche Altmark.

Dessen Leiter Helmut Jachalke bezeichnete die Zusammenarbeit als „sehr erquicklich“. Er hatte jedoch nicht nur Lob mitgebracht, sondern auch ernste Worte. Denn Waldschädlinge hätten sich durch die Trockenheit im Vorjahr ausgebreitet. „Das betrifft alle Nadelbaumarten. Inwieweit Laubholzkulturen betroffen sind, wird sich beim Austrieb im Frühjahr zeigen“, erläuterte er. Borkenkäfer beispielsweise, von denen jetzt wohl eine neue Art aus Tschechien eingeschleppt wurde, hätten sich auch dadurch massiv vermehren können, weil die Aufarbeitungskapazitäten für das Sturmholz gefehlt hätten.

„Sie können den Käferbefall erkennen, wenn sie an oder auf dem Stamm Bohrmehl finden“, erläuterte Helmut Jachalke. Dann gelte es zu handeln. „Normalerweise ersticken die Käfer im Harz. Doch das können viele Bäume nicht bilden, weil es im Vorjahr zu wenig Wasser gab.“ Wenn sich die Käfer im Raupenstadion befänden, könnten die Bäume gefällt und entrindet werden. Die Raupen würden dann vertrocknen.

Die erste Käfergeneration, die Anfang/Mitte April schlüpfe, könne durch Fangeinrichtungen abgeschöpft werden. Die Flugzeit beginne bei 16 bis 18 Grad Celsius. Der Forstamtsleiter machte deutlich, dass es schwierig sei, von Käfern befallenes Fichtenholz zu verkaufen. „Der Markt ist quasi nicht mehr existent.“

Dass Borkenkäfer immer mehr zum Problem werden, würden auch die Meldungen an das Waldschutzmeldeportal zeigen. Dort wurden 9 Fälle im Jahr 2016, 13 Fälle 2017 und im Vorjahr 297 Fälle registriert.

Ob diese Angaben vollständig seien, sei offen. „Wichtig ist, dass Sie ihre Fichten- und Lärchenbestände kontrollieren und rechtzeitig auf den Förster zugehen“, wünschte sich Helmut Jachalke.

Förster Joachim Bernickel berichtete, dass im Vorjahr 21 461 Festmeter Holz eingeschlagen worden seien, davon 66 Prozent Sturm- und Käferholz. Für das laufende Jahr seien 17 170 Festmeter geplant.

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