Mit Gummistiefeln gekickt

Mit Gummistiefeln gekickt

Der Boneser Förderverein organisierte ein besonderes Turnier.

#Bonese Fußball spielen kann jeder. Das wissen die Mitglieder des Fördervereins Kinder vom Lehnchenstein. Doch es geht auch unterhaltsamer: nämlich in Gummistiefeln und auf Tore aus Strohballen. Deshalb luden sie zum zweiten Gummistiefelturnier ein.

Das Team vom Förderverein Kinder vom Lehnchenstein, das das zweite Gummistiefelturnier in Bonese organisiert hatte,wurde Dritter.
Foto: Verein

„Elf Mannschaften haben sich angemeldet, die in zwei Gruppen gegeneinander angetreten sind“, berichtet Fördervereins-Vorsitzender Christopher Bode auf Nachfrage der Volksstimme. Jedes Team sei mit einem Torwart und drei Feldspielern in Aktion gewesen. Das Spiel im besonderen Schuhwerk hatte auch für die zahlreich erschienenen Zuschauer, die ihre Favoriten anfeuerten, einen großen Unterhaltungswert.

Ins Halbfinale siegten die Hasseröder Brigade gegen The six idiots sowie Traktor Ohretal gegen den Förderverein Kinder vom Lehnchenstein. Die Verlierer gingen ins kleine Finale. Dort sicherte sich die Mannschaft des Gastgebers im Neun-Meter-Schießen die Bronzemedaille. Die Hasseröder Brigade, der Sieger der Premiere aus dem Vorjahr, wollte gern den Titel verteidigen. Doch das gelang diesmal nicht. Sie musste sich Traktor Ohretal mit 2:3 geschlagen geben.

„Wir konnten im Tagesverlauf etwa 100 Besucher auf dem Sportplatz begrüßen und sind mit der Veranstaltung sehr zufrieden“, resümierte Christopher Bode. Er dankte den vielen freiwilligen Helfern und der Agrargenossenschaft Bonese, die beim Aufbau unterstützt hatten.

Am Abend schloss sich auf dem Sportplatz das 1. Bonese Open Air an, das ebenfalls gut angenommen wurde, entspannt und friedlich verlief, so Christopher Bode.

Von Anke Pelczarski

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„Zehn Windräder sind realistisch“

„Zehn Windräder sind realistisch“

Gemeinde Dähre kann eigenes Strom- und Wärmenetz erhalten / Workshop ausgewertet

#Bonese / #Dähre – Wie kann die Gemeinde Dähre auch noch in rund 25 Jahren lebenswert sein? Was muss getan werden, um die Lebensqualität zu steigern und nicht in die Demografiefalle zu laufen? Antworten auf diese Fragen gab es beim Workshop „Dähre 2050: Chancen. Möglichkeiten. Aufgaben“ am 13. und 14. Juni mit Dirk Neubauer. In der Gemeinderatssitzung am Mittwoch in Bonese wurde der Workshop ausgewertet. Neubauer war erneut dabei. Einer der Kernpunkte seines sehr interessanten Vortrags: Die Gemeinde Dähre kann sich ein eigenes Strom- und Wärmenetz aufbauen und damit unabhängig von großen Versorgern machen.

Dirk Neubauer (stehend, rechts) erklärte im Dährer Gemeinderat, wie sich die Gemeinde ein eigenes Strom- und Wärmenetz aufbauen kann. Foto: ©Christian Reuter

Dirk Neubauer, 1971 in Halle an der Saale geboren, war Bürgermeister von Augustusburg, wo er noch heute lebt, und von August 2022 bis September 2024 Landrat des Landkreises Mittelsachsen. Zudem ist er als Journalist und Buchautor bekannt. Neubauer ist Geschäftsführer der dne.partners GmbH und berät Kommunen und Bürger bei der Entwicklung ihrer Kommune zu mehr Resilienz, Klimaschutz und Autarkie.

Wie kann das Heizen bezahlbar bleiben?

„Es ist bemerkenswert, dass ich von einer Anti-Windkraft-Bewegung eingeladen wurde. Das ist nicht immer so, dass man vernünftig miteinander reden kann“, sagte Neubauer am Mittwoch im Dorfgemeinschaftshaus in Bonese. Die erneuerbaren Energien seien umstritten, aber im ländlichen Raum auch eine Chance. Denn eines der größten Probleme in den nächsten Jahren sei dort, das Heizen bezahlbar zu halten. „Irgendwann wird das Heizen mit Gas kein Spaß mehr und das Tanken auch nicht“, verdeutlichte Neubauer.

Die Energiewende sei eine Abwägung von kleinerem und größerem Übel. „Wenn ich Strom vor Ort produzieren und nutzen kann, komme ich zu deutlich günstigeren Preisen“, sagte der Geschäftsführer und nannte eine Zahl von 21 Cent pro Kilowattstunde. In der Gemeinde Dähre kämpft die Bürgerinitiative „Keine Windkraft im Schmölauer Forst“ gegen den Bau von Windrädern mitten im Wald. Von bis zu 41 Anlagen war mal die Rede, zuletzt noch von 30. Aber: „Ihr braucht in den nächsten 30 Jahren keine Angst zu haben, dass ihr verspargelt werdet. Das gibt das Netz gar nicht her. Zehn Windkraftanlagen für das Gebiet Dähre sind realistisch“, erklärte Neubauer.

Dähre verliert jährlich 17 Einwohner

Derzeit verliere die Gemeinde jährlich 17 Einwohner. Wenn sich nichts ändere, werde bis 2050 die Marke von 1000 Einwohnern unterschritten. Das würde allerdings viele weitere Probleme nach sich ziehen. Durch weniger Einwohner gebe es weniger finanzielle Zuweisungen vom Land. Der Wasserverbrauch sinke, dadurch müssten die Leitungen öfter gespült werden, was zu höheren Kosten führe. Auch die Infrastruktur leide; dies sei heute schon der Fall, würde sich dann aber noch verstärken.

Welche Gegenmaßnahmen gibt es? Eine Kommune benötige Einnahmequellen. Dabei könnten die erneuerbaren Energien helfen. Über einen Zeitraum von 20 Jahren könnte die Gemeinde 500.000 bis 750.000 Euro als Ertrag von den Windkraftanlagen-Betreibern einnehmen. Und das für jede Anlage. „Dieses Geld bleibt hier“, stellte Neubauer klar.

Die Frage sei, was mit dem erzeugten Strom gemacht werde. Laut Neubauers Darstellung könnte ein Dorf-Werk gegründet und die Wärmeplanung mit den erneuerbaren Energien gekoppelt werden. Dadurch könnten ein günstiger Wärmepumpenstrom und ein Bürgerstromtarif bereitgestellt werden. „Für 340 Euro monatlich wäre die Versorgung mit Strom und Wärme für ein Einfamilienhaus möglich, über zehn Jahre gesehen. Dähre könnte ein Pilot werden“, betonte Neubauer.

Bürgergenossenschaft hat Kaltwärmenetz

Er nannte das Beispiel einer Bürgergenossenschaft, die sich in einer Stadt im Erzgebirge ein Kaltwärmenetz geschaffen habe. Dabei werde das Wasser mit niedrigen Temperaturen (etwa 18 Grad) durch die Rohre in einem Wohngebiet geleitet und dann in jedem Gebäude mit einer eigenen Wärmepumpe erwärmt.

Neubauer stellte auch klar, dass der infolge des Klimawandels notwendige Waldumbau (der Schmölauer Forst ist eine Kiefernmonokultur) nur über Windkraft-Erträge zu finanzieren sei. Es gebe den Zielkonflikt Wald gegen Wind. Neubauers Fazit am Ende seines Vortrags: „Die Bürger wünschen sich eine Fortsetzung des Dialogs zur Zukunftsgestaltung der Gemeinde.“

Von CHRISTIAN REUTER

Quellenangabe: Altmark Zeitung vom 29.08.2026, Seite 4

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Boneser Open Air – feiern für den guten Zweck!

Boneser Open Air – feiern für den guten Zweck!

Am Samstag, 29. August 2026, lädt der Verein Kinder vom Lehnchenstein e. V. zum Boneser Open Air auf den Sportplatz in Bonese ein.

🕖 Beginn: 19:00 Uhr

🎧 DJ-Musik für jedermann

🍹 Cocktailbar

🎟️ Eintritt frei

Das Beste daran: Gefeiert wird für einen guten Zweck – der Erlös kommt dem Spielplatz in Bonese zugute.

📍 Sportplatz Bonese

Also vorbeikommen, gemeinsam feiern und dabei ein schönes Projekt im Ort unterstützen

Neuer öffentlicher Spielplatz entsteht in Bonese

Neuer öffentlicher Spielplatz entsteht in Bonese

Zweites Projekt des Fördervereins „Kinder vom Lehnchenstein“ / Einweihung am 12. Juli

Der neue Spielplatz in Bonese wird am 12. Juli um 14 Uhr eingeweiht. © Christian Reuter

Bonese – Ein neuer öffentlicher Spielplatz entsteht derzeit in Bonese. Das Gelände befindet sich auf einer Obstwiese hinter der Kita. Träger des Projekts ist der 2024 gegründete Förderverein „Kinder vom Lehnchenstein“. „Wir wollen die Kita unterstützen und Projekte umsetzen, die allen Kindern zugutekommen“, sagt Vorstandsvorsitzender Christopher Bode. Der Bau des Spielplatzes kostet nach seiner Aussage rund 6500 Euro. „Das Geld konnte durch einen Spendenlauf, Beiträge der 40 Vereinsmitglieder und die VR-Plus-Bank als Großsponsor eingenommen werden“, erklärte er. In der Gemeinde Dähre gebe es sonst nur den Spielplatz im Dährer Waldbad, doch der sei zwar öffentlich, aber es müsse Eintritt bezahlt werden. In der kommenden Woche soll der neue Spielplatz in Bonese vom TÜV zertifiziert werden. Die Einweihung ist am Sonntag, 12. Juli, um 14 Uhr geplant. Später sollen auf dem Spielplatz auch noch eine Seilbahn und eine Wasserspielfläche entstehen, kündigte Bode an. Doch dafür müsse erst einmal Geld gesammelt werden. Das soll unter anderem beim Gummistiefelturnier mit After-Show-Party am Samstag, 29. August, in Bonese erfolgen. Der Spielplatz ist bereits das zweite Projekt des Fördervereins. Im Dezember war in der Kita ein Bewegungsraum eingeweiht worden.

16 Kilometer mit viel Konfliktpotenzial

16 Kilometer mit viel Konfliktpotenzial

Land stellt in Bad Bodenteich den Planungsstand zum Bau der B190n vor – und erntet Kritik

Bad Bodenteich – Sie wird etwas flapsig „Hosenträger-Variante“ genannt, aber diese Bezeichnung wurde am Donnerstag bei einem Infoabend in Bad Bodenteich nur ein einziges Mal gebraucht. Viel häufiger ging es um den Begriff „Querspange“, und diese soll die Bundesstraße 190n einmal werden. Auf niedersächsischem Gebiet soll die neue Trasse auf 19,5 Kilometern Länge von der B4 bei Breitenhees über die A39 südöstlich von Abbendorf bis zur Landesgrenze von Sachsen-Anhalt verlaufen. In der Altmark soll die Bundesstraße dann bis zur A14 bei Seehausen weitergeführt werden.

Vor etwa 80 Zuhörern im Brauhaus der Burg Bodenteich stellte die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr jetzt den aktuellen Planungsstand der B190n vor. Dabei ging es aber nur um den 16,3 Kilometer langen westlichen Teil von der B4 bis zur A39. Im Dezember hatte dazu bereits ein Infoabend in Bokel stattgefunden.

Trasse der L265 soll mitgenutzt werden

Dirk Möller, Leiter des Geschäftsbereichs Lüneburg der Landesbehörde, hatte zum Termin in Bad Bodenteich eigene Mitarbeiter und externe Fachleute mitgebracht. Sebastian Schmidt vom Planungsunternehmen EIBS erläuterte den Verlauf der B190n: Beginnend an der B4 bei Breitenhees, soll sie nördlich an Bokel vorbeiführen und danach auf etwa vier Kilometern Länge die Trasse der jetzigen L265 nutzen.

Weiter östlich wird ein Knotenpunkt auf der Verbindungsstraße zwischen Reinstorf und Röhrsen geschaffen. Bei Lüder soll die Trasse den Elbe-Seitenkanal – nördlich der bestehenden Brücke – überqueren. Dazu ist ein neues, 190 Meter langes Brückenbauwerk geplant. Nicht weit davon entfernt soll die neue Bundesstraße unter der Bahnstrecke entlangführen und danach die Kreisstraße 15 überqueren. Im weiteren Verlauf ist ein Knotenpunkt östlich der L270 geplant, enden soll dieser Teil der B190n an der A39.

Zu den Präsentationen gab es viele Nachfragen der Bürger. Eckehard Niemann vom Landesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz wies darauf hin, dass der durch die Altmark verlaufende Abschnitt der B190n im Bundesverkehrswegeplan vom vordringlichen in den weiteren Bedarf zurückgestuft worden sei. Andere Zuhörer sprachen davon, dass das Land Sachsen-Anhalt diese Herabstufung vorgenommen habe. „Die Finanzierung ist nicht sicher“, meinte Niemann. Ohne den sachsen-anhaltinischen Teil der B190n mache auch der westliche Abschnitt keinen Sinn.

Schafwedelerin warnt vor Verkehrsbelastung

„Haben Sie geprüft, was passiert, wenn der östliche Teil nicht gebaut wird? Was passiert dann mit den kleinen Dörfern an einer Straße, die plötzlich zu einem Zubringer zur A39 wird?“, fragte eine Schafwedelerin und warnte vor ausuferndem Verkehr.

Eine konkrete Antwort hatte Christian Schlattmann, Projektkoordinator bei der Landesbehörde, nicht parat. Nur so viel: „Wir unterstellen nicht, dass die B190n in Sachsen-Anhalt nicht gebaut wird.“ Hier setzte Bad Bodenteichs früherer Bürgermeister Claus-Dieter Reese an. „Wir befürworten das“, sagte er mit Blick auf die B190n, „aber nur, wenn es in Sachsen-Anhalt weitergebaut wird, sonst haben wir ein Verkehrschaos in Bad Bodenteich.“

Warum wird nicht die bestehende B71 von Salzwedel nach Uelzen als künftige Querspange genutzt? Das fragte Wolfgang Schulze aus Lüder. „Diese Variante wurde geprüft, aber sie war nicht vorzugswürdig“, erklärte Schlattmann. Bei der Nutzung der Trasse hätten viele Ortsumgehungen um kleine Dörfer gebaut werden müssen. Zudem gebe es dort relativ viele Schutzgebiete.

Holger Heitsch aus Reinstorf wollte wissen, wer sich künftig um die Wirtschaftswege an der B190n kümmern werde. „Die Unterhaltung dieser Wege wird an die entsprechende Kommune übertragen“, sagte Dirk Möller und stieß damit auf Missfallen bei den Zuhörern.

Kritik am Begriff „Arbeitskreis“

Und warum soll die Trasse der B190n unter- und nicht oberhalb der Bahnstrecke entlangführen, fragte Tankmar Sauer aus Lüder. „Eine Überführung der Bahnlinie würde einen sehr hohen Eingriff in das Landschaftsbild durch die hohe Dammlage bedeuten“, erläuterte Sebastian Schmidt.

Kritik erntete Annette Padberg, Fachbereichsleiterin in der Landesbehörde, als sie „weitere Arbeitskreise mit Trägern öffentlicher Belange“ ankündigte. Sprakensehls Bürgermeisterin Irmgard Pfeffer hielt den Begriff „Arbeitskreis“ für deplatziert, weil es dabei keine echten Mitwirkungsmöglichkeiten für die Bürger gebe.

Schon 2025 hätten sich Interessierte mit Vorschlägen eingebracht – ohne Erfolg, kritisierte eine andere Zuhörerin. „Sie präsentieren uns hier die gleichen Folien wie schon im März. Die Planung der Trasse ist unverändert.“ Padberg versprach jedoch: „Wir werden mit Ihnen im Dialog bleiben. Wir nehmen Ihre Punkte auf.“ Zudem blickte sie voraus: Das Planfeststellungsverfahren für die B190n werde frühestens 2029 eingeleitet, der Planfeststellungsbeschluss sei nicht vor 2032 zu erwarten.

Es werde weitere Infoveranstaltungen zur B190n geben, kündigte Möller an. Das Protokoll des Bodenteicher Infoabends und die Präsentation werden jetzt auf der Homepage der Landesstraßenbaubehörde Lüneburg veröffentlicht.

Quellenangabe: Von BERND SCHOSSADOWSKI Altmark Zeitung vom 09.02.2026, Seite 2

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Bewegungsraum eingeweiht

Bewegungsraum eingeweiht

Der Kinderförderverein hat in der Boneser Kita ein neues Angebot finanziert. 2026 wird dann der erste Teil des öffentlichen Spielplatzes in dem Dorf aufgebaut.

#Bonese. Die Kinder der Kita „Haus der kleinen Hände“ in Bonese dürfen sich freuen: Dank des Fördervereins Kinder am Lehnchenstein wurde ein neuer Bewegungsraum eingerichtet, der den Kita-Alltag künftig aktiver und gesünder gestalten soll. „Die Idee entstand bereits im vergangenen Jahr – doch schnell wurde klar, dass die Anschaffung hochwertiger Bewegungsgeräte kostspielig werden würde“, erklärt Vereinsvorsitzender Christopher Bode. Unterstützung kam schließlich durch Lutz Franke aus Holzhausen, der den Kontakt zur Sparkasse herstellte. Nach einer Projektpräsentation bewilligte die Sparkasse Altmark West eine Förderung in Höhe von 2500 Euro.

Förderverein zahlt 1000 Euro


Der Förderverein selbst steuerte 1000 Euro bei, weitere 150 Euro kamen von der Verbandsgemeinde, zusätzliche 150 Euro wurden von der Gemeinde Dähre zur Verfügung gestellt. Mit der Gesamtsumme von rund 3800 Euro konnten zwei Sprossenwände, ein Sprungkasten, eine sogenannte „Hühnerleiter“ sowie ein Rollbrett angeschafft werden.

Im Bewegungsraum der Kita Bonese wurden unter anderem zwei Sprossenwände installiert. Foto: Förderverein/hd

„Unser Ziel ist es, dass die Kinder gesund, aktiv und mit viel Bewegung in ihren Alltag starten können“, betonte der Vereinsvorsitzende. Für den jungen Förderverein war es die erste größere Investition dieser Art in der Kita.

Doch dabei soll es nicht bleiben: Die Ausstattung des Bewegungsraums soll Schritt für Schritt erweitert werden. Ein noch größeres Vorhaben startet im Frühjahr 2026: Der Förderverein will den Bau eines öffentlichen Spielplatzes auf der Obstbaumwiese hinter der Kita beginnen.

Die rechtlichen Fragen und Grundstücksangelegenheiten sind inzwischen geklärt. „Uns ist wichtig, endlich damit anzufangen“, so der Vorsitzende. Im Frühjahr sollen Gelände und Umfeld vorbereitet und gesichert werden, bevor die ersten Spielgeräte aufgestellt und eingeweiht werden.

Der Spielplatz wird über das kleine Tor am Kita-Gelände frei zugänglich und damit ein Gewinn für das gesamte Dorf. Der Spielplatz wäre dann die einzige öffentliche derartige Anlage in der Gemeinde Dähre. Finanziert werden soll das Projekt etappenweise und Stück für Stück wachsen.

„Ein Spielplatz ist unglaublich teuer. Deshalb sind wir auf kontinuierliche Unterstützung angewiesen“, erklärte der Vorsitzende. Auch im kommenden Jahr zeigt sich der Verein aktiv: Am ersten Sonntag im Januar findet wieder die traditionelle Neujahrswanderung statt und es folgen viele weitere Veranstaltungen im Jahresverlauf.

Zum Schluss richtet Bode im Namen des Fördervereins ein großes Dankeschön an alle Unterstützer: „Wir sind unglaublich dankbar für jede Hilfe – durch unsere Mitglieder, die Menschen in Bonese und die Sponsoren. Ohne sie wäre vieles nicht möglich.“

Zum Lehnchenstein gewandert

Zum Lehnchenstein gewandert

Der Boneser Kinderförderverein lud erstmals zu einem Ausflug zu Fuß ein. Die Idee kam gut an.

#bonese Bei geschlossener Schneedecke folgten knapp 40 Kinder und Erwachsene der Einladung des Boneser Fördervereins Kinder vom Lehnchenstein zur Wanderung an den Ort, nach dem der Verein benannt ist – dem Lehnchenstein. Dieses Angebot machte der Verein, der seit dem vergangenen Jahr besteht, zum ersten Mal. Der Ausflug begann bei Schneefall in Bonese. Nach etwa zwei Kilometern erreichte die Gruppe ihr Ziel. Dort wurde die Sage über Lehnchen vorgelesen und nach einer kleinen Schatzsuche und einem Quiz dazu der Schatz geplündert.

Der Boneser Kinderförderverein freute sich über die gute Resonanz auf seine Einladung zum Wandern. Am Feuer wärmten sich die Teilnehmer wieder auf. Foto: Förderverein

Zur Sage: Lehnchen war ein begehrtes und frommes Mädchen, das in den armen Knecht vom Nachbarhof verliebt war. Ihre Familie entschied jedoch, sie mit dem reichen Sohn des Schulzen aus Markau zu vermählen. Das Mädchen fuhr am Nachmittag vor dem geplanten Hochzeitstag auf dem Brautwagen in Richtung Markau. Sie erreichte kurz vor Sonnenuntergang die Grenze zwischen beiden Orten. Gemäß der Tradition wartete dort der Bruder des Bräutigams und fragte: „Wer hat dich hier her gebracht, du Braut?“ Lehnchens Antwort: „Gott und gute Leute.“ Der Bruder erwiderte: „Will die Braut weiter oder will sie noch umkehren? Jetzt ist es noch Zeit.“ Das Mädchen soll geantwortet haben: „Ich will um, ich will wieder um, ich will nach meiner Mutter Haus!“ Daraufhin schrie Lehnchens Bruder Asmus wütend und drängte die Pferde und das Gefolge dazu, die Grenze nach Markau zu überschreiten. Verzweifelt schrie die Braut: „Ich will lieber zu Stein werden, als dass ich über die Markauer Grenze komme!“ Sie stürzte sich aus dem Wagen und wurde augenblicklich zu Stein. Im selben Moment ging die Sonne unter. In Vollmondnächten soll man um Mitternacht noch die Brautbänder am Stein flattern sehen können.

Aufwärmen am Feuer

An dem sagenumwobenen Ort gab es nicht nur die Geschichte zu hören und Aktionen für die Kinder. Heißer Punsch und Glühwein sorgten für die nötige Erwärmung, bevor es zurück nach Bonese ging. Dort angekommen, wurde im Garten des Vereinsvorsitzenden Christopher Bode zu Stockbrot und Würstchen am Lagerfeuer eingeladen.

Kampf gegen Windmühlen

Kampf gegen Windmühlen

Mehr als 200 Menschen kamen zur Info-Veranstaltung zum Windpark Schmölau-Neuekrug. Das Projekt, das mit 41 Windkraftanlagen geplant ist, stieß auf teils heftige Ablehnung.

#BONESE. „Nein zu 41 Windrädern im Forst Schmölau“ stand auf einem Banner, das an einem Auto vor dem Boneser Dorfgemeinschaftshaus befestigt war. Besucher der Info-Veranstaltung zum Windpark Schmölau-Neuekrug trugen sich in Unterschriftenlisten gegen dieses Projekt ein. Mehr als 200 Menschen drängten sich in den Saal. Von Beginn an lag Spannung in der Luft.

Die Lüder Green Energy GmbH wollte am Donnerstagabend über das Projekt zwischen Schmölau, Neuekrug und der Landesgrenze zu Niedersachsen informieren. Für die meisten Anwohner im Saal ging es darum, deutlich zu sagen, dass sie keinen Windpark wollen. Für beide Seiten geht es um viel – für die einen um Geld, für die anderen um Lebensqualität.

Knapp 5.000 Transporte

Projektentwickler Christian Overbeck stellte die planerisch und wirtschaftlich voneinander getrennten Windparks auf dem Gebiet der Gemeinden Dähre und Diesdorf vor, räumte aber ein, dass beide als eine Anlage wahrgenommen werden würden. 41 Windkraftanlagen wären auf dem etwa 1.100-Hektar-Areal möglich – jede 260 Meter hoch. Etwa 120 Transporte seien laut Overbeck beim Bau einer Anlage notwendig. Knapp 5.000 Fahrten – teilweise mit Schwerlasttransporten – müssten über die Straßen in der Region rollen. Diese Informationen sorgten für Entrüstung bei vielen Zuhörern.

Christian Overbeck versicherte während seines Vortrags, dass es in den Orten um den Windpark keine akustische Belastung geben werde. Als eine Anwohnerin jedoch wissen wollte, wie es denn im Wald nahe der Anlagen sei, musste Overbeck einräumen, dass es die Ruhe, die dort jetzt herrsche, nicht mehr geben werde. „Da kann einem nur schwindelig werden. Das ist eine unglaubliche Zumutung, wenn man sich bewusst dafür entschieden hat, hier zu wohnen“, sagte eine Anwohnerin und fügte hinzu: „Da hätte ich auch in Berlin bleiben können.“ Der Schmölauer Helmut Stade, einer der Aktivposten beim Kampf gegen den Windpark, hielt Christian Overbeck vor, dass die unzähligen Transporte die vorhandene Infrastruktur kaputt machen würden. Der Projektentwickler entgegnete, dass diese aufgrund der Wertschöpfung vor Ort verbessert werden könne.

Mehr aIs 200 Anwohner kamen zur Info-Veranstaltung zum geplanten Windpark ins Boneser Dorfgemeinschaftshaus.
FOTO: MARCO HEIDE VOLKSSTIMME

Am Ende der Präsentation stellte Overbeck die finanziellen Chancen für Anwohner und Gemeinde dar und sprach von einem Mehrwert für die Menschen vor Ort. Da platzte einer Anwohnerin der Kragen: „Woher wollen Sie wissen, was hier für jeden einzelnen einen Mehrwert darstellt? Für mich ist ein intakter Wald, Tiere und Natur mehr wert.“ Die klarsten Worte fand eine weitere Anwohnerin: „Ich will den Wald. Mir ist völlig Latte, wie hoch die Windräder sind und wie viel ich sparen kann. Ich dusche zur Not kalt. Ich will nicht auf einen Wald aus Windrädern schauen.“ Viele Wortmeldungen zielten in diese Richtung. Die Anwohner sehen den Schmölauer Forst als Erholungsgebiet und Lebensraum für die Fauna in Gefahr.

Neuer Rat soll entscheiden

Die Landtagsabgeordnete Dorothea Frederking (Grüne) kam aus Magdeburg zu der Info-Veranstaltung. Sie wurde zwar mit einigen Buh-Rufen begrüßt, aber mit Applaus verabschiedet. Sie informierte aus erster Hand über die Gesetzeslage und welche Einflussmöglichkeiten die Anwohner haben. „Ohne die Zustimmung des Gemeinderates oder der Regionalen Planungsgemeinschaft wird hier nichts gebaut. Suchen Sie den Kontakt zu den Mitgliedern dieser Gremien“, empfahl Frederking. Grundsätzlich sollte aus ihrer Sicht Windkraft im Wald nicht im Vordergrund stehen, sondern eher die Freiflächen genutzt werden.

Mehrfach wurde Dähres Bürgermeister Bernd Hane nach seinem Standpunkt gefragt. Kathrin Stade aus Schmölau wies ihn darauf hin, dass er gesagt habe, dass Schmölau, wo zwei Solarparks gebaut werden, seine Schuldigkeit mit Blick auf die erneuerbaren Energien getan habe und appellierte an Hane, zu seinem Wort zu stehen. „Kommenden Sonntag ist Wahl. Dieser Gemeinderat ist der Ansprechpartner“, sagte Hane. „Ich bin seit sieben Jahren Bürgermeister und habe sieben Jahre den Mangel verwaltet. Wir haben Schwierigkeiten, den Status quo zu erhalten“, erklärte der Bürgermeister und fügte hinzu: „Wir brauchen die Wertschöpfung in unserem Territorium, um den Status quo zu erhalten.“ Das habe sich vor ein paar Monaten noch etwas anders angehört, meinten Anwesende.

Anfang des Jahres verhinderten die Kortenbecker den Bau eines Solarparks an ihrem Dorf. „Vorrang hat der Bürger. Ich bedanke mich bei Detlef Schlademann, dass er das Projekt von sich aus sein lässt“, sagte damals Bürgermeister Bernd Hane, als der Initiator das Projekt auf Druck der Anwohner zurückzog. Ratsherr Klaus Schulz hatte gemeint, dass das Gremium ohnehin mit dieser Thematik überfordert sei. Deshalb gelte für ihn, wie auch für die anderen Gemeinderäte, dass sie keine Entscheidung gegen die Bürger treffen würden.

Sebastian Lüder, Initiator des Projektes und Flächeneigentümer, sagte am Ende der Veranstaltung in Bonese, dass er die Bedenken zur Dimensionierung der Anlage mitnehmen und mit den Flächeneigentümern diskutieren werde. Er machte aber auch deutlich: „Wir werden mit dem Projekt an den Start gehen.“

Der aktuelle Stand beim Windpark

Das neue Gesetz, das Windkraftanlagen im Wald ermöglicht, steht vor der Verabschiedung.

Über den Bau entscheiden der Gemeinderat Dähre und die Regionale Planungsgemeinschaft. Wenn einer der beiden grünes Licht gibt, kann gebaut werden.

Der Gemeinderat kann durch eine Änderung des Flächennutzungsplans den Bau ermöglichen. Aber: Der Dährer Rat kann nur über die 21 Anlagen auf seinem Gebiet entscheiden. Die anderen 20 Windräder stehen im Diesdorfer Bereich.

Die Regionale Planungsgemeinschaft ist von Landräten und Kommunalpolitiker besetzt. Sie könnte ein Windvorranggebiet zwischen Schmölau und Neuekrug ausweisen. Dann kann der Gemeinderat nicht mehr mitreden. Aber: Ende März hat die Planungsgemeinschaft beschlossen, die Suche nach Windvorranggebiet noch einmal neu aufzuziehen. Die beiden Landräte wollen den Strom dort produzieren, wo er benötigt wird. Bis 2027 muss die Planungsgemeinschaft die Gebiete ausweisen.

Die Planer des Windparks Schmölau-Neuekrug wollen laut Präsentation den Weg über den Gemeinderat gehen.

Kommentar: Schwere Last

von Marco Heide zum Windpark bei Schmölau

Der Windpark Schmölau-Neuekrug stößt bei den Anwohnern massiv auf Ablehnung. Dähres Bürgermeister und die Gemeinderäte tragen als ehrenamtliche Kommunalpolitiker bei diesem offensichtlichen Konflikt zweifelsohne eine große Last. Auch wenn morgen der Rat neu gewählt wird, sitzen sicher einige aktuelle Räte auch künftig in dem Gremium. Bisher fuhren Bernd Hane und Co. den Kurs, dass an erster Stelle die Bürgermeinung stehe. Auch wenn das Geld, das der Windpark verspricht, verlockend ist, sollten sie diesen Kurs beibehalten. Ansonsten würden sie nachhaltig ihre Glaubwürdigkeit verspielen. Wenn die Kortenbecker auf die Barrikaden gehen, wird der Solarpark nicht gebaut, wenn die Schmölauer und umliegende Einwohner protestieren, spielt das eine untergeordnete Rolle: Dieser Eindruck darf nicht entstehen. Das wird den Gemeinderat vermutlich viele Nerven kosten wird, aber er muss jetzt genau hinhören, was die Anwohner wollen und darf nicht als Unterhändler der Investoren auftreten. Das wäre unglaubwürdig.

Quelle: Die Volksstimme empfiehlt vom 08. Juni 2024 den Artikel Kampf gegen Windmühlen https://epaper.volksstimme.de/volksstimme/share/UEpDRjFJQzhtOGtIdU1aemp5UlhodTU1NEVrQWRwYlBPQm1DaWtQeEo4WGdQd09rRXYxZkFQN2RQVkFTYWh0RS96YnJIajNEQmVNRU9WU3NuQ1AySVVHK0xOTG92L0JYdXJ6Q3NVbVNEcE9Wd2xFa3lNM2NIVFZ0dW11RHNBND0=?preview=true 

Pfingstochsen ziehen durch Schmölau und Bonese

Pfingstochsen ziehen durch Schmölau und Bonese

Zwei Pfingstbräuche leben in der Region Dähre weiter. Selina und Oliwier gingen am Sonntag dem Gefolge mit dem Pfingstochsen in Schmölau voran (Foto links). Sie sagten an den Türen einen Spruch auf Plattdeutsch auf und baten um Spenden. Als Dank tanzte der Pfingstochse (Martin Malik schlüpfte unters Gestell) für die Einwohner. Das Eingenommene wurde anschließend am Gerätehaus verzehrt. Dort lud der Heimatverein Schmölau zu einem Fest ein.

Auch in Bonese wünschte der Pfingstochse beim Gang durch das Dorf den Einwohnern ein schönes Pfingstfest. In Neuekrug (Pfingstbraut und Pfingstkerl) und Schmölau (Pfingstochse) in der Nachbargemeinde Diesdorf sind die Bräuche leider eingeschlafen. Es gebe nicht mehr genügend Kinder, war vor Ort zu erfahren.

FOTOS: ANKE PELCZARSKI

Boneser erhalten die Tradition

Boneser erhalten die Tradition

#Bonese – „Tag ins Haus, Glück ins Haus, umgekehrt zur Tür hinaus. Hoch in die Lüft, da häng die lang Würscht, gift mi de lang und lasst die kurzen hang. Anderjahr und Diesetiet komm da weder un holse ab. Gott gib uns best, armes Nest“, sagten die Boneser Knirpse am Morgen des Pfingstsonntags beim Umzug durch das Dorf auf Plattdeutsch auf. Sie bedanken sich mit den Worten „Sie hab uns was zu Ehr gegeben, der liebe Gott soll Freude leben. Leben ist immer da, wir wünschen frohe Pfingsten.“

Die ganze Pfingstgesellschaft mit dem Pfingstspieß in Bonese am Sonntagmorgen. Das bunte Treiben ist ein Gaudi für die ganze Familie. Fotos (2): Zuber

Im Dährer Ortsteil Bonese hat der Pfingst-Spieß Tradition. Am Vormittag wurde dieses prachtvolle Gebinde am Stock von Haus zu Haus getragen. Mit Kind, Kegel und Bollerwagen folgte halb Bonese dem illustren Umzug. Tina Knack aus Bonese half den Knirpsen als Souffleuse beim Aufsagen ihres Textes und sagte vor, wenn sie mal mit ihrem Reim nicht weiter wussten.

Zwischenstopp bei Familie Schulz in Bonese.

Hintergrund: „Pfingsten ist für den Landmann das größte Fest“, berichteten schon um 1840 die Heimatforscher Pastor Heinrich Krüger aus Lagendorf und Johann Friedrich Danneil aus Salzwedel über die Bedeutung der Tradition. Pfingsten war also „Hauptfest“ und das damit verbundene Brauchtum in der Altmark des 19. und frühen 20. Jahrhunderts besonders reichhaltig. Das hat unter anderem mit dem Einbringen der Saat und dem Viehaustrieb auf die Weiden zu tun, um deren Gedeih sich alles drehte – Wohlstand und Verderb, Essen oder Hunger, Reichtum und Armut.

Am so genannten „Pfingstheiligabend“ zogen die Knechte mit ihren Peitschen knallend durch das Dorf. Am ersten Pfingsttag wird nachmittags das frische Pfingstbier getrunken. Die Pferdejungen mussten im Dorf Eier und Speck sammeln und die Großmägde sollten davon Eierkuchen backen. Der wurde verteilt und zum Dank gab es entweder Bier oder Tabak für die Tonpfeifen.

Am ersten Pfingsttag wurden Pfingststrick, Pfingstspieß oder der Pfingstochse geschmückt und ein Umzug durch das Dorf zum Sammeln von Getränken und „Naturalien“ begann. Von den Gaben wurde gemeinsam gekocht und gebacken oder getrunken und dann begann im Dorf das Tanzvergnügen. Wer beim Auftreiben der Pferde auf die Pfingstweide zuletzt kam, wurde mit bunten Bändern geschmückt und hieß „der bunte Junge“. Wer zuerst kam, band seinem Pferd grüne Dornensträucher an den Schwanz, weil sie den Tau abstreifen und hieß „Tauschlepper“.

Besonders Reiterspiele gab es zu Pfingsten. Das „Kranzjagen“ gab es vielerorts. Außerdem gab es das Wettrennen der Burschen zu Fuß und zu Pferde. Zu gewinnen gab es lediglich die Ehre oder die Aufmerksamkeit eines Mädchens. Jeder der Pferdejungs war bemüht, beim Viehaustrieb nicht der Letzte zu sein.

In einigen Dörfern der Altmark bekam die erste Kuh oder das erste Pferd auf der Weide einen geschmückten Kranz. Beim Austrieb aus dem Stall wurde an der Schwelle unter einem Besen ein Ei oder eine Geldbörse gelegt und die Tiere mussten über diese hinweg steigen, was Glück bringen sollte.

Das Pfingstbier am Nachmittag des ersten Pfingsttages wurde von den alten Herren ganz bewusst in Gesellschaft der kleinen Kinder getrunken. Die sogenannten „Heischen- oder Schnorrer-Umzüge“ für den späteren Festschmaus gab es in vielen Orten.

In Bonese bemüht sich die Dorfgemeinschaft nach Kräften, zumindest einen Teil der alten Traditionen zu erhalten, was den Einwohnern am Sonntag wieder einmal geglückt ist.

Quellenangabe: Altmarkkreis Salzwedel vom 21.05.2024, Seite 4

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