Dährer Prinzen-Nachwuchs plaudert aus dem Nähkästchen

Wenn ein Traum wahr wird: Das amtierende Dährer Kinderprinzenpaar Amalia Dieckmann und Timm-Martin Gaedke erzählt.

Tanzen macht Spaß. Das weiß das aktuelle Dährer Kinderprinzenpaar Amalia Dieckmann (blaues Kleid) und Timm-Martin Gaedke, das bis Sonntag im Amt ist. Foto: Anke Pelczarski VOLKSSTIMME

 

Dähre l Wer einen tollen Prinzen haben möchte, muss frühzeitig aktiv werden. Amalia Dieckmann hat sich den Jungen auf Zeit an ihrer Seite schon ein Jahr vorher „gebucht“. „Wir kennen uns aus der Grundschulzeit. Damals, in der dritten, vierten Klasse, haben wir schon davon geträumt, in Dähre mal das Kinderprinzenpaar zu sein“, erzählt die heute 13-Jährige. Vor zwei Jahren habe sie Timm-Martin Gaedke gefragt, ob er mitmachen würde. Und er hat Ja gesagt.

Im März 2019 ging Amalia Dieckmanns Traum, einmal Prinzessin sein zu dürfen, beim Kinderkarneval in Erfüllung. „Es sieht cool aus, da oben zu sitzen. Das wollte ich unbedingt auch mal machen“, sagt die junge Dährerin, deren Schwester Nora die besondere Aufgabe im Jahr 2017 inne hatte. Für Amalia war es das erste „Prinzessinnen-Erlebnis“. „In der Kita bin ich leider nicht ausgewählt worden“, blickt sie zurück. Dieses Glück hatte jedoch der Kortenbecker: Er durfte Kita-Prinz sein. „Mit Umhang und Narrenkappe, da fühlt man sich wichtig“, sagt der 13-jährige Timm-Martin. Es sei ein schönes Gefühl, auszusehen wie die anderen, die auf der Bühne sitzen, und dazuzugehören.

Für den Kinderprinzen bedeutet der Karneval in Dähre, beisammen und fröhlich zu sein sowie Spaß zu haben. Bei Amalia weckt er Erinnerungen: Denn ihr Opa sei Gründungsmitglied gewesen, Mama Doreen und Papa Holger in unterschiedlichen Jahren Prinzessin und Prinz. „Das Zusammensein mit der Familie, mal die Sorgen vergessen, das finde ich schön“, sagt Amalia. Die beiden seien an dem besonderen Tag ganz schön aufgeregt gewesen. Ob die Rede klappt, die Timm-Martin geschrieben hat? Und das Tanzen, das sie gemeinsam geübt haben? Doch alles ging glatt. Das Gefolge habe prima unterstützt. Die Fahrt im Cabrio beim Rosenmontagsumzug sei zusätzlich ein tolles Erlebnis gewesen. „Wir konnten selbst Bonbons werfen. Als Kind habe ich mich immer gefreut, wenn ich mit einem Riesensack voller Süßigkeiten nach Hause gehen konnte“, erzählt Amalia.

Die Mütter Steffi Gaedke und Doreen Dieckmann sind stolz, dass sich ihre Kinder getraut haben. Denn Mut gehöre dazu, die Aufgabe zu übernehmen, sagen sie. Timm-Martin kann sich durchaus vorstellen, noch ein drittes Mal Prinz zu werden: in ein paar Jahren, bei den Erwachsenen. Denn Karneval in Dähre mache richtig Spaß.

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