Viele Ehrenamtliche engagieren sich in der Gemeinde Dähre

Mit Waldbad samt Campingplatz können Touristen in die Altmark gelockt werden. Davon ist Dähres Bürgermeister Bernd Hane überzeugt. Was 2020 anders war und was 2021 ansteht, darauf ging er im Gespräch mit der Volksstimme ein.

Bernd Hane

„Die Corona-Geschichte haben wir am Anfang nicht so richtig für voll genommen. Aber es ist besorgniserregend, wie sich das entwickelt hat“: Das sagt Bernd Hane, Bürgermeister der Gemeinde Dähre, nachdenklich. Die Folge: Präsenzsitzungen seien für den Gemeinderat nicht immer möglich gewesen, neue Wege mussten gesucht werden. „Wir haben trotzdem alles umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben“, fügt er hinzu.

So sei das Großprojekt Straßenreparatur in Siedendolsleben vollendet und das dortige Dorfgemeinschaftshaus von außen gestrichen worden.

Damen-Sanitärbereich ist erneuert worden

Auch ins Waldbad sei investiert worden. Der Sanitärbereich für die Damen sei erneuert worden, der Auftrag für den Herrenbereich bereits vergeben. Arbeiten seien ebenfalls am Campingplatz-Gebäude erforderlich: Das Dach müsse gedeckt, die Sanitäranlagen auf Vordermann gebracht werden.

„Wir sind froh, dass wir in diesem Jahr trotz aller Einschränkungen einen Großteil der Waldbad-Saison unter Einhaltung aller Regeln durchziehen konnten“, sagt Bernd Hane. Möglich geworden sei das nur dank des ehrenamtlichen Engagements von Rettungsschwimmern, Kassierern und weiteren Helfern. Es sei ein erhöhter Aufwand fürs Reinigen und Desinfizieren erforderlich gewesen. Der Bürgermeister ist froh, dass sogar zwei kleinere Veranstaltungen möglich gewesen seien: die öffentliche Posaunenchorprobe und der musikalische Nachmittag. Das Waldbad sei nicht nur wichtig, damit Kinder das Schwimmen erlernen, sondern auch, um Touristen anzulocken: „Sie sollen sehen, wie schön die Altmark ist.“ Die Vermarktung des Campingplatzes sei noch ausbaufähig, auch wenn in diesem Jahr sehr viele Individualtouristen hier Station gemacht hätten. Unterstützung gebe es durch den Altmärkischen Regionalmarketing- und Tourismusverband, dem die Gemeinde beigetreten sei. „Wir sind dabei, ein Faltblatt zu erarbeiten, das auch auf unserer Website veröffentlicht werden soll“, blickt Bernd Hane voraus. Wichtig seien Hinweise auf touristische Ziele in der Region. „Dass sich Dähre mit einer eigenen Seite im Netz präsentiert, wird gut angenommen“, sagt er.

Der Bürgermeister baut darauf, dass auch im nächsten Jahr das Waldbad geöffnet werden kann, „hoffentlich zeitiger als in diesem Jahr. Wir wissen aber noch nicht, wie die Finanzausstattung aussehen wird“, blickt er voraus. Auf jeden Fall sollen weitere Straßen repariert werden.

Wichtig sei zudem, die Infrastruktur in der Gemeinde aufrechtzuerhalten. „Wir haben 17 Ortsteile. Zwei Gemeindearbeiter und zwei geringfügig Beschäftigte kümmern sich darum, dass es ordentlich aussieht“, sagt der Bürgermeister. Das sei keine einfache Aufgabe. Etwa 30 Hektar kommunaler Flächen seien zu mähen. Zudem seien Bankette an Gemeindestraßen zu pflegen. „Wir kämpfen mit dem Problem, dass manche nicht so wichtigen Wege zuzuwachsen drohen“, merkt Bernd Hane an. Er sei den Einwohnern sehr dankbar, die vielerorts mit anpacken, damit ihr Umfeld lebenswert ist. „In Schmölau beispielsweise haben wir eine funktionierende Dorfgemeinschaft, die gemeinsam das Laub im Herbst wegräumt“, nennt er ein Beispiel stellvertretend für alle Aktivitäten. Sein Dank und seine Anerkennung gelte allen, die sich in der Gemeinde engagieren.

Froh sei er, dass auch die Zusammenarbeit im Rat gut funktioniere. „Zwar sind bei der Wahl im Jahr 2019 acht neue Ratsmitglieder hinzugekommen. Aber sie sind daran interessiert gewesen, sich rasch einzuarbeiten“, sagt Bernd Hane. Bei Interesse biete er gern Einzelgespräche an, um über Themen zu reden, die in großer Runde vielleicht nicht angesprochen werden. Denn ihm sei wichtig, dass jeder sich aktiv mit einbringen könne.

„Jeder hat das Recht, seine Meinung zu sagen und diese auch zu vertreten“, erklärt der Bürgermeister. Wichtig sei es aber, gemeinsam einen Konsenz nach ausgiebiger Diskussion zu finden. „Das ist für mich Demokratie“, merkt Bernd Hane an.

Er ist zudem überzeugt davon, dass sich viele Gemeindebewohner mit einbringen, wenn es darum geht, den nächsten Höhepunkt vorzubereiten: Im Jahr 2023 steht die 800-Jahr-Feier des Ortes Dähre an. Ein Festkomitee werde bald seine Arbeit aufnehmen, blickt er voraus.

Von Anke Pelczarski VOLKSSTIMME

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