Bürger diskutierten in Bonese mit Planerin und Projektmanager über das Projekt Solarpark Schmölau I. Dabei brachten sie Bedenken und Verbesserungsvorschläge ein, deren Umsetzung jetzt geprüft wird.
#Bonese Hecken um die Batteriespeicher, ein mögliches Versetzen des Wechselrichters nahe der Wohnbebauung und mehr Grün um die drei Bereiche, die zum Solarpark Schmölau I gehören: Wie dies umgesetzt werden kann, das soll jetzt geprüft werden.

Die Ideen entstanden am (eckigen) Runden Tisch im Dorfgemeinschaftshaus Bonese, den Bürgermeister Jan Meine neu eingeführt hat. Sein Ansinnen: alle Beteiligten zusammenzubringen, um über Projekte zu sprechen und gemeinsam Verbesserungen für die Bewohner zu erreichen, die mit Photovoltaikanlagen vor der Haustür leben müssen. Malte Mücke von der Projektgesellschaft BAP war vor Ort, Planerin Stephanie Schneider von Enviro-Plan online zugeschaltet, Bürger und Mitglieder der Bürgerinitiative Keine Windenergieanlagen im Schmölauer Forst sowie zwei Ratsmitglieder saßen neben dem Bürgermeister am Tisch.
Die Planerin erinnerte daran, dass der Gemeinderat den Aufstellungsbeschluss für den vorhabenbezogenen Bebauungsplan bereits im Juni 2022 gefasst hatte. Träger öffentlicher Belange und Bürger waren Anfang 2024 dazu aufgerufen, ihre Meinung zur vorliegenden Planung zu sagen. Das werde jetzt eingearbeitet. „Unser Vorhaben hat etwas geruht, weil erst der Solarpark Schadewohl vorangetrieben werden sollte“, sagte Stephanie Schneider. Sie hoffe, dass der Planentwurf im Juni/Juli dieses Jahres fertig sei. Dieser müsse noch einmal von den Trägern öffentlicher Belange begutachtet werden. Wenn alles gut gehe, könnte es im vierten Quartal dieses Jahres die Genehmigung für den Bebauungsplan geben, der Bau im nächsten Jahr beginnen, erklärte sie.
Durch die geplante B190n – der Zeitpunkt des Baus ist ungewiss – musste das Projekt verkleinert werden, hieß es. Nun umfasse der Solarpark Schmölau I insgesamt 25,95 Hektar, aufgeteilt auf drei Flächen. 35.000 Module würden in Südausrichtung verbaut, die eine Leistung von gut 24 Megawattpeak haben werden, nannte Malte Mücke die technischen Daten. Der Strom solle in sieben Containern zwischengespeichert und abgegeben werden, wenn er gebraucht werde. „Wir haben eine Netzreservierung zum Einspeisen ins Umspannwerk Ellenberg“, beantwortete er eine Frage.
„Warum kann von der Wohnbebauung des Wirtschaftsweges zur Anlage nicht genauso 20 Meter Abstand gehalten werden wie zur Landesstraße?“, wollte eine Anwohnerin zur Fläche wissen, die sich am südlichen Ortseingang von Schmölau befindet. Das nehme er als Diskussionsthema mit, versprach Malte Mücke, ebenso die gewünschte Verschiebung des Standortes für den Trafo. Andere Bewohner baten darum, Baum- und Heckenreihen für mehr Sichtschutz zu verlängern, sowohl bei der Fläche in Schmölau als auch bei den beiden nahe Holzhausen. Sei auch an den Wildwechsel durch den Wolf gedacht?, fragte eine Einwohnerin. Dieser sei bislang vom Naturschutz noch nicht erwähnt, antwortete die Planerin. „Kann dann auch eine Tankstelle für E-Autos gebaut werden?“, wollte ein Anwesender wissen. Das sei nicht möglich, so Malte Mücke. „Strom muss erst einmal ein- und dann wieder ausgespeist werden“, erklärte er.
Quelle: Von Anke Pelczarski – VOLKSSTIMME
Diesen Artikel habe ich in der Volksstimme Digital Android-App gefunden. https://epaper.volksstimme.de/share.act?token=eyJhbGciOiJFUzI1NiJ9.eyJleHAiOjE3NzY4ODc5OTUsImlzc3VlSWQiOjM1NDQ0MiwibmV3c0l0ZW1JZCI6MzE3MzI0NDEsImlzc3VlciI6bnVsbCwicGFnZUlkIjpudWxsLCJ0eXBlIjoiTkVXU0lURU0ifQ.U3LdFXZrnHK3x9NTxtdwwjn9Jlbbob-JKNjkW79ngWC91KFRdPTR_jzWRmq9MvSjA07sPadx4ow4FAtHVBNqGg

