Dähres Pfarrer von der Resonanz auf Aufruf beeindruckt / Kraft schöpfen im Gotteshaus

Jeden Tag wird der besondere Strauß in der Dährer Kirche farbenfreudiger. Pfarrer Silvio Scholz hatte die Kinder gebeten, für diesen zu basteln.

Kinder haben den Osterstrauß in der Dährer Kirche mit eigenen kreativen Basteleien geschmückt. Foto: Anke Pelczarski VOLKSSTIMME

 

Dähre l „Die Idee stammt eigentlich von meiner Frau. Sie ist am Kaffeetisch entstanden“, erinnert sich Silvio Scholz. Der Pfarrer hatte laut darüber nachgedacht, wie trotzdem ein Ostergefühl in der Corona-Krise aufkommen könne. Seine Frau habe angeregt, einen Strauß neben dem Altar aufzustellen und Pfadfinder sowie weitere interessierte Kinder zu bitten, diesen mit kreativen Eigenschöpfungen zu schmücken. „Ich freue mich jeden Tag darüber, wenn der Strauß wieder etwas bunter geworden ist“, erzählt er im Dährer Gotteshaus, das er gerade aufgeschlossen hat. Der Pfarrer möchte nicht nur die Gemeindeglieder dazu einladen, in der Kirche durchzuatmen und Kraft zu schöpfen in dieser für alle nicht einfachen Zeit.

„Die Kinder haben toll gebastelt“, lobt Silvio Scholz. Da lohne sich ein genauerer Blick auf die kleinen Kunstwerke beim Kirchenbesuch.

Beobachtet habe er auch, dass die Einladung angenommen werde, Teelichter auf dem Altar anzuzünden. „Ab und an findet sich auch eine kleine Spende“, freut er sich. Denn bei Gottesdiensten, die derzeit nicht gefeiert werden dürfen, könne nicht um Kollekten gebeten werden.

Damit das einzelne Gebet zu Ostern nicht ausfallen müsse, seien die Kirchen in den Kirchspielen Osterwohle, Bombeck und Dähre-Lagendorf am Karfreitag, 10. April, und am Ostersonntag, 12. April, jeweils ab 10 Uhr geöffnet. Am Freitag wird um 15 Uhr zur Sterbestunde Jesu, am Sonntag um 12 Uhr zum Mittagsgebet geläutet. In dieser schwierigen Zeit sei der Glaube an das Leben herausgefordert, merkt Silvio Scholz an.

„Derzeit führe ich sehr viele Telefongespräche, gratuliere zum Geburtstag, versuche, Mut zu machen“, berichtet er. Viele der vorwiegend älteren Christen würden sich einsam fühlen, weil Kinder weit weg wohnen und der Kontakt mit anderen nicht so möglich ist wie sonst. „Da hilft ein Anruf etwas“, sagt der Pfarrer.

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