Lagendorfer feiern zum 30. Mal Heiligabend-Gottesdienst im ehemaligen Grenzgebiet
#Lagendorf – Es war Heiligabend 1995: Über 300 Besucher sind in die Lagendorfer Kirche geströmt. Viele haben das schon lange nicht mehr für möglich gehalten. Die 1912 errichtete Kirche im ehemaligen Grenzgebiet der DDR aus rotem Backstein ersetzte die aus dem 14. Jahrhundert stammende alte Feldsteinkirche und war seit 1978 baupolizeilich gesperrt.

Am vergangenen Mittwoch wurde dort nunmehr zum 30. Mal der Heiligabend-Gottesdienst gefeiert. Zum ersten Mal wurden das Krippenspiel und der Gottesdienst durch Karina Neuschulz, einer Theologiestudentin im 7. Semester, vorbereitet und durchgeführt. Die Besucher dankten ihr dafür mit viel Applaus.
Noch immer erhellt wohliger Kerzenschein das kleine Kirchenschiff. Seit diesem Monat verbessert eine neue Beschallungsanlage, die mit freundlicher Unterstützung der Sparkasse Altmark West eingebaut wurde, die Akustik. Das Krippenspiel begeisterte die über 200 Besucher ebenso wie das Orgelspiel von Arnika Dammert.
Die Kinder des Krippenspiels verteilten am Ende das aus Bethlehem stammende Friedenslicht an die Besucher in der beheizten Kirche.
Im Anschluss nutzten viele Besucher bei wärmenden Getränken, den Abend vor der Kirche bei Posaunenklängen ausklingen zu lassen, berichtete Michael Olms als Vorsitzender des Kirchspiels Dähre-Lagendorf.
