Am 2. Februar 1990 um 15.40 Uhr änderte sich an der Ohre-Brücke alles
#Gladdenstedt / #Radenbeck – „Hier waren Deutschland und Europa bis zum 2. Februar 1990 um 15.40 Uhr getrennt“, steht auf dem braun-weißen Hinweisschild neben der Ohre-Brücke.
An diesen Moment der Freiheit erinnern sich noch heute viele Einwohner. Nach dem Mauerfall wurde entlang der Ohre zuerst der Zaun abgebaut, dann folgten Maschendraht und Stacheldraht. Beherzte Mauerspechte schlugen mit dem Vorschlaghammer ein Loch in den etwa sechs Zentimeter dicken Beton. Rainer Mennecke aus Gladdenstedt und Henning Huth aus Radenbeck waren damals nur einige der vielen Zeitzeugen vor Ort, die alles dokumentierten, um das historische Ereignis für die Nachwelt zu erhalten. Fotos und Filme sind noch heute als Material vorhanden.

Weitere Zeitzeugen waren seinerzeit Wilfried Schierhorn und Hartmut Mennecke. Die ersten Mauerspechte nach der Wende mussten noch zum Stasi-Verhör, doch alle hielten dicht. Als der Grenz-Stacheldraht sauber abgewickelt wurde, telefonierten die Grenzer anfangs noch nervös mit ihren Vorgesetzten und machten Fotos. Über Nacht wurde das in die Mauer geschlagene Loch dann wieder mit Streckmetall geschlossen. Doch das half alles nichts: Der Freiheitsdrang der Menschen in Ost und West war am Ende zu groß.


