Gemeinde lädt zur musikalischen Andacht in das Gotteshaus / Frankfurter macht Station auf Deutschlandtour

Martin Schulze gestaltet am 29. August die musikalische Andacht in der Dährer Kirche mit seinem Orgelspiel. Archivfoto: Maik Bock

#Dähre l Er ist wieder auf Deutschlandtour unterwegs und spielt an seinen Etappenstationen die Orgeln der alten Dorfkirchen und städtischen Gotteshäuser: „Fahrradkantor“ Martin Schulze aus Frankfurt (Oder). Am Sonnabend, 29. August, kommt der Kirchenmusiker mit dem Faible fürs Fahrradfahren nach Dähre und gestaltet in der Kirche eine musikalische Andacht.

Um 17 Uhr geht es los. „Alle Gemeindemitglieder und Musikinteressierten sind dazu herzlich eingeladen“, hofft Pfarrer Silvio Scholz auf viele Zuhörer. Schließlich will der Organist aus der Oderstadt die erst vor zwei Jahren generalüberholte Orgel des Dährer Gotteshauses so richtig erklingen lassen und mit seinen Stücken die kleine Andacht musikalisch umrahmen.15 000 Kilometer im Jahr von Kirche zu Kirche

Martin Schulze ist seit 20 Jahren in den Sommermonaten mit seinem Rennrad in Deutschland unterwegs und gibt entlang der Strecke fast jeden Abend an einem anderen Ort ein kleines Orgelkonzert. Oft lässt er Orgeln in fast vergessenen Gotteshäusern erklingen, die schon lange keiner mehr richtig ausgespielt hat, obwohl es sich um wahre Instrumentenschätze handelt.

Etwa 15 000 Kilometer legt der Fahrradkantor, wie er von Kollegen aus seiner Zeit in Mecklenburg getauft wurde, jährlich im Sattel zurück und kommt dabei auf 120 bis 150 Konzerte.

Aufgewachsen ist Schulze in Erkner bei Berlin. Schon als Kind spielte er Orgel, konnte aber erst nach der Wende Kirchenmusik in Greifswald studieren. Als Organist war er an verschiedenen Kirchen in Mecklenburg und Niedersachsen tätig. Als seine Frau 2010 beruflich nach Frankfurt zog, ging er mit und machte sich dort als freiberuflicher Kirchenmusiker selbstständig. Und wenn der Fahrradkantor nicht gerade auf Tour ist, berät er als Sachverständiger die Gemeinden in Sachen Orgelreparaturen.

Von Walter Mogk VOLKSSTIMME

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