#Dähre – Wie ist der aktuelle Stand der Planungen zum Neubau des Dährer Kirchturmes? Mit dieser Frage wandte sich die AZ an Dähres Pastor Silvio Scholz. Die Antwort des Geistigen strahlt Optimismus aus: Das am linken Giebelende ausgehobene Loch an der Dährer Kirche „St. Andreas“ solle demnächst verfüllt werden, kündigt Pastor Scholz an. „Danach wird der angrenzende Giebel saniert, der Risse aufweist, dann erst kommt der Turm.“

Die Dährer St. Andreas Kirche: Linkerhand soll der im Jahre 1939 eingestürzte Turm wieder aufgebaut werden. Damit ginge ein langgehegter Wunsch des gleichnamigen Fördervereins in Erfüllung.

So gesehen herrscht also weiter Zuversicht über das in der Altmark einzigartige Vorhaben: Der alte Kirchturm, der einst das Dährer Gotteshaus zierte, soll nämlich wieder aufgebaut werden. Der Förderverein St. Andreas Kirche Dähre kämpft bereits seit Jahren um einen neuen Kirchturm. Knackpunkte sind vor allem die Bausicherheit und die Statik des künftigen Turmes sowie die Baugründung. Die Fundament-Bohrungen sollen, ähnlich wie Pfahlgründungen, direkt neben den alten Feldstein-Fundamenten erfolgen. Sie werden danach waagerecht miteinander verbunden. Seit Februar 2017 ist der Bauantrag genehmigt. Da der Turm auf historischem Standort gebaut werden soll und die noch im Boden befindlichen alten Fundamente nicht sicher genug sind, hat die Denkmalpflege solch eine Pfahlgründung mit aufgesetztem Korsett gefordert.

Der neue Turm soll aus Ziegelmauerwerk mit 49 Zentimeter starken Wänden errichtet werden. Er ist wie der einst eingestürzte Turm 24 Meter hoch, besteht aus vier Stockwerken mit einer Glockenstube aus Eichenfachwerk.

Die Dährer St. Andreas Kirche wurde um das Jahr 1160 erbaut und hat im 30-jährigen Krieg schwer gelitten. Der Altar stammt aus dem 16. Jahrhundert. Eine der drei Glocken, die Marienglocke von 1490, ist bereits über 500 Jahre alt. Der ehemalige Turm brach im Jahre 1939 zusammen. Seit 2000 bemüht sich der Förderverein um einen neuen Turm.

Quelle: Von Kai Zuber ALTMARKZEITUNG

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