Lagendorfer luden erneut zum geselligen Wettstreit ein / Wertung in vier verschiedenen Kategorien

Das Eiertrudeln auf dem Windmühlenberg in Lagendorf ist ein Fest für die ganze Familie. Der Männerpokal ging diesmal nach Estland.

Madleen Tanke probierte bei den größeren Kindern eine etwas andere Technik aus.Fotos: A. Pelczarski

Lagendorf l Da musste Michael Olms, der die Weiten verglich, ganz schön aufpassen. Denn noch lagen Schnee-Reste auf dem Gras. Und so war es in diesem Jahr eine richtige Ostereier-Suche beim Trudeln in Lagendorf. Allerdings ging es nicht ums Hinunterrollen, sondern das Erzielen einer möglichst großen Weite durch Werfen. Voraussetzung für die Wertung: Das Ei musste ganz bleiben. Dabei galt es genau zu überlegen, in welcher Richtung die wenigsten Äste die Flugbahn kreuzen. Denn diese wirken wie „Eier-Schneider“ – der Versuch wird nicht gewertet. Dieses Pech hatte diesmal Detlef Goedicke aus Lagendorf gleich zweimal. Er war schon mehrfach als Sieger vom Windmühlenberg herabgestiegen. Doch diesmal sollte es nicht sein.

Zuerst durften die Jüngsten bis sechs Jahre ran. Und die waren schon mit Begeisterung bei der Sache. Schließlich sind die meisten von ihnen mit dieser Tradition aufgewachsen und freuen sich darauf, selbst mitmachen zu können. Nach zwei Runden konnte Mattis Buhr aus Winkelstedt jubeln.

Bei den Kindern bis 14 Jahre verteidigte Max Lossin aus Forst IV seinen Vorjahrestitel. Madleen Tanke testete eine etwas andere Technik. „Hier mache ich jedes Jahr mit, wenn wir bei Oma übernachten. Das gehört irgendwie zu Ostern dazu“, erzählte sie.

Der Sieg bei den Frauen ging an Mattis‘ Mutti Alexandra Buhr, die beim Wettkampf gar nicht so richtig mitbekommen hatte, dass sie vorn lag.

Die Sieger 2018 des Ostereiertrudelns in Lagendorf: Max Lossin (von links), Alexandra Buhr, Kaarel Vilippus und Mattis Buhr.

Der Männerpokal hat die weiteste Reise vor sich: Er wird für ein Jahr bei Kaarel Vilippus in Tallinn (Estland) stehen, der über Ostern in der Region zu Besuch war.

Auch Michael Olms versuchte sein Glück, musste sich jedoch auf ein „Wurfgeschoss“ verlassen. Das zweite Ei hatte er unabsichtlich in der Jackentasche zerdrückt. Doch das war nicht so tragisch, schließlich stand der gemeinsame Spaß im Vordergrund.

Die Sonne meinte es mit den etwa 40 Teilnehmern auch gut und schickte einige wärmende Strahlen gen Lagendorf. In gemütlicher Runde klang das besondere Ostertreffen aus.

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