Karnevalistische Saison für Madlen und Stefan Lehnecke in Dähre nähert sich dem Ende

Die liebevoll gestaltete Bummlerkasse hat sich gut gefüllt: Das ist ein Zeichen für das amtierende Dährer Prinzenpaar Madlen und Stefan (Lehnecke), dass ihre Amtszeit langsam zu Ende geht.

Stefan und Madlen Lehnecke haben es nicht bereut, für ein Jahr als Prinzenpaar in Dähre zu regieren. Die Bummlerkasse ist gut gefüllt. Foto: Anke Pelczarski VOLKSSTIMME

Wistedt/Dähre l Elferratssitzungen, in denen die neue Saison vorbereitet wird, die sind Neuland für Prinz Stefan I. und ihre Lieblichkeit Madlen (Lehnecke). „Jetzt wird alles besprochen, was für die Festsitzung am 16. November wichtig ist. Das ist schon ein komisches Gefühl, wie schnell die Zeit vergangen ist“, gesteht die 39-Jährige. Den Entschluss, für ein Jahr als Prinzenpaar an der Spitze der Karnevalsgesellschaft Rot-Weiß 54 Dähre zu stehen, haben die beiden nicht bereut. Im Gegenteil: Sie genießen die besondere Zeit.

Am spannendsten seien die drei karnevalistischen Tage Anfang März gewesen, die eigentlich fünf gewesen seien – mit Ein- und Ausräumen der Turnhalle. „Ich habe mir für jeden Tag eine Liste geschrieben. Mit Kindern und Tieren ist da einiges zu organisieren. Da darf man nichts vergessen“, blickt Madlen Lehnecke zurück. Dabei hätten sie auch gelernt abzugeben. Denn eigentlich seien sie „Selbermacher“. Doch alles allein zu schaffen, das sei nicht drin gewesen. Die Eltern hätten dankenswerterweise einiges abgenommen. „Man funktioniert nur, hat sogar ein bisschen Panik vor diesen Tagen“, blickt die Prinzessin zurück. Der ausgefallene Kachelofen und der Dauerregen am Rosenmontag hätten ebenfalls nicht gerade Freudensprünge ausgelöst. „Man steht auf der Bühne nach dem Umzug. Der Regen rinnt vom Schirm in den Nacken. Frisur, Kleid, alles umsonst, dachte ich da“, sagt die Wistedterin. Es sei gar nicht so einfach gewesen, bis zur Festsitzung am Abend alles wieder in Form zu bringen.

Hochachtung hat das Paar vor allen Programm-Mitwirkenden. In einem anderen Licht sehen sie jetzt auch die Dummestrandsänger. „Sonst hat man nicht so richtig zugehört, was sie singen. Aber diesmal ging es um uns. Die Episoden, die sie eingebaut haben, waren richtig klasse“, erinnern sich die beiden. Überhaupt: Der Blick von der Bühne auf den gut gefüllten Saal, auf die Verkleidungen – viele lassen da ihrer Kreativität freien Lauf – das mache Lust auf Karneval.

Superschön sei auch das Schmücken des Hauses gewesen, bei dem Prinzen- und Frauengarde geholfen hätten. „Wir haben Leute anders kennengelernt, neue Freunde gewonnen und das Miteinander im Karneval genossen“, resümiert Madlen Lehnecke.

Vorher sei er skeptisch gewesen, wie alles zu schaffen sei, auch mit den beiden Kindern, ergänzt ihr Mann. Aber es sei besser gewesen, als es sich die beiden vorgestellt hätten. Und auch der Blick hinter die Kulissen sei interessant gewesen. „Wir haben es nicht bereut, Ja zu dieser Aufgabe gesagt zu haben“, fügt der 37-Jährige hinzu.

Entscheidung übers Kleid steht aus

Am Sonnabend, 16. November, wird das Prinzenpaar um 19 Uhr noch einmal in die Turnhalle einmarschieren und auf der Bühne Platz nehmen. Die Überraschungen für sie bleiben bis dahin geheim. „Mal sehen, was sich die Vereinsmitglieder einfallen lassen“, freut sich Madlen Lehnecke auf einen kurzweiligen Abend. Welches Kleid sie an diesem Abend tragen wird, lässt sie noch offen. „Ich werde den Anzug anziehen“, merkt Stefan Lehnecke mit einem verschmitzten Lächeln hinzu. Seine Frau hofft, dass auch für die folgende 66. Saison ein Prinzenpaar gefunden wird.

Nach dessen Amtsantritt wird die Bummlerkasse gemeinsam geplündert. „Jedes Paar muss diese selbst gestalten. Wir haben eine Kiste genommen, in der einst eine Hydraulikpumpe war“, beschreibt die Prinzessin die Anspielung auf den Beruf ihres Mannes als Landmaschinenmechaniker. Dazu ein Krönchen als Sinnbild für ihre Lieblichkeit und Süßes, das zum Karneval einfach dazu gehöre. Gefüllt wird die Kasse während der Elferratssitzungen.

Bestraft wird beispielsweise das Hantieren mit dem Handy, eine falsche Anrede oder das Nicht-Abmelden für diese Abende. „Ich bin ein schlechter Bestrafer“, gibt Stefan Leh- necke zu. Doch seine Prinzessin habe immer mal wieder auf „Vergehen“ hingewiesen, fügt er mit einem Schmunzeln an.

Ein Blick von oben auf die Kinder

Bleibt das Prinzenpaar der 65. Saison der Karnevalsgesellschaft künftig erhalten? „Ja“, sagen beide wie aus einem Mund. Wie, dieses Geheimnis wollen sie erst am 16. November lüften. Dann werden sie das Programm noch einmal von der Bühne aus genießen und auch beobachten, wie ihre Kinder Justin und Alina mitwirken. Denn diese haben das Paar schon mit dem „Faschings-Virus“ infiziert.

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