Landesmeistertitel für Kameraden aus der westlichen Altmark

Landesmeistertitel für Kameraden aus der westlichen Altmark

Am Sonnabend fand in Teutschenthal (Saalekreis) die Landesmeisterschaften im Feuerwehrwettkampf statt, hier die erfolgreichen Feuerwehrsportler aus der westlichen Altmark. Die Roxförder Wehr fehlt auf diesem Foto. Foto: privat

Gardelegen (Quelle: Volksstimme) Von sieben möglichen Titeln bei den Landesmeisterschaften im Löschangriff und auf der Hindernisbahn am Sonnabend in Teutschenthal (Saalekreis) haben Mannschaften aus der westlichen Altmark allein fünf Titel geholt. Damit zeigten die Feuerwehrsportler Spitzenleistungen. „Ich bin noch immer ganz überwältigt“, sagte Karin Wunderlich, Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes Salzwedel. Sie war mit in Teutschenthal und konnte so das Geschehen live verfolgen. Beim Löschangriff der Herren siegte die Feuerwehr Fahrendorf, gefolgt von Tryppehna und den Perlen der Altmark, ein Mannschaftsmix der Wehren von Wiepke und Dannefeld. Bei den Frauen (Platz eins Feuerwehr Stadt Oberharz) kamen die Perlen der Altmark auf den zweiten Platz und die Packebuscher Frauen auf den dritten Platz. Auf der 100-Meter-Hindernisbahn sicherte sich Jana Liermann von der Packebuscher Mannschaft den Landesmeistertitel. Marie Gabel aus Lichterfelde kam auf Platz zwei, gefolgt von Carolin Wolff von den Perlen der Altmark. Bei den Herren waren Michael Hottowitz (Platz eins) von den Perlen der Altmark, Dennis Matthes aus Boßdorf (Platz zwei) sowie Steven Lepke aus Polkau (Platz drei) erfolgreich.

Bei der 4×100-Hundertmeter-Staffel der Damen ging der Landesmeistertitel an die Packebuscher Wehr, gefolgt von den Perlen der Altmark. Bei den Herren kam Packebusch auf den ersten Platz, gefolgt von den Perlen der Altmark und der Wehr Ditfurt auf Platz drei. Die drei platzierten Mannschaften im Löschangriff (Damen und Herren) haben sich für die deutschen Meisterschaften 2020 in Bad Frankenhausen qualifiziert. Für die Wertung war Ulf Steffens aus Winterfeld, Fachgruppenleiter Wettbewerbe im Landesfeuerwehrverband, führend verantwortlich. „Der Wettkampf war super. Die Ergebnisse liegen so dicht beieinander. Es war einfach nur toll“, fasste Wunderlich zusammen, die allen Mannschaften aus der westlichen Altmark die Daumen gedrückt hat.

Eine Girlande für die „Krippentante“

Eine Girlande für die „Krippentante“

Sabine Polzin hat seit drei Jahrzehnten Freude an der Arbeit mit Kindern

Die Mütter Sandra Kuhn (von links), Kathrin Träger und Tina Knack dankten Sabine Polzin für ihr Engagement. Die Geehrte arbeitet seit 30 Jahren als Erzieherin in der Boneser Kita. Foto: Anke Pelczarsk Volksstimme

 

Bonese l „Sabine Polzin hat eine liebe Art, mit Kindern umzugehen“, schildert Sandra Kuhn. „Sie ist immer tiefenentspannt“, ergänzt Tina Knack. „Sie ist eine Erzieherin mit Leib und Seele“, meint Kathrin Träger. Die drei Muttis haben sich in aller Frühe vor der Boneser Kita getroffen. Sie wollen die Erzieherin überraschen, die seit 30 Jahren vorrangig für die Jüngsten in der Boneser Einrichtung da ist.

Erst die Mutti betreut und jetzt deren Sohn

„Wir haben mit 15 Leuten die Girlande gewickelt“, erzählt Tina Knack. Die Kinder hätten Hände liebevoll gestaltet – schließlich heißt die Kita auch „Haus der kleinen Hände“. Und auch Luftballons seien aufgepustet worden. „Es war eine nette Runde“, schildert Tina Knack, die etwas besonderes mit Sabine Polzin verbindet. Denn die junge Frau wurde von ihr ab 1991 in der Boneser Kita betreut. Seit September 2018 hat die Erzieherin ihren Sohn Felix unter ihren Fittichen.

Da rollt endlich „Biene“, wie die Fahrendorferin von den Muttis genannt wird, an. Sie stoppt ihr Auto kurz, möchte am liebsten umdrehen. Doch die Kinder wollen betreut werden. Die drei Muttis gratulieren, überreichen ein kleines Geschenk. Freudentränen rollen. „Da muss ich nicht alles falsch gemacht haben“, sagt Sabine Polzin, die aus Magdeburg stammt und dort von 1985 bis 1988 Krippenpädagogik studiert hat. Danach begann für sie in der Landeshauptstadt der Arbeitsalltag. Damals, blickt sie zurück, habe sie sich für drei Jahre Arbeit an einer Stelle verpflichtet. „Mein Mann lebte aber in der Altmark. Und in Bonese war gerade eine Stelle frei. Da wollte ich gern wechseln“, erinnert sich die Fahrendorferin. Seit 1989 arbeitet Sabine Polzin nun in der Boneser Kita.

„Ich bin von jeher eine Krippentante“, erzählt sie. Die Kleinen aufwachsen zu sehen, welche Sprünge sie machen, aber auch später das Wiedererkennen, das fasziniere sie immer noch an dem Beruf. „Und das Kinderlachen, das möchte ich nicht missen“, fügt Sabine Polzin hinzu. Heutzutage seien die Mädchen und Jungen selbstbewusster als in ihrer Berufsstarterzeit. „Es ist ein Job, der mich jung hält. Ich möchte keinen anderen machen“, sagt die Erzieherin. Dann geht es hinein ins Haus: schließlich wollen ihr die Kinder auch gratulieren.

Ein blitzsauberer erster Lauf

Ein blitzsauberer erster Lauf

Vor 80 Jahren wurde die Freiwillige Feuerwehr Fahrendorf (Gemeinde Dähre) gegründet. Am Sonnabend wurde das runde Bestehen gefeiert.

Von Anke Pelczarski 

Fahrendorf l „Ich hoffe, dass ihr alle gute Laune, Elan und Spaß mitgebracht habt“: Mit diesen Worten begrüßte Fahrendorfs Ortswehrleiter Rainer Schnobbel die Teilnehmer am Pokallauf im Löschangriff nass auf dem Sportplatz. Denn das Geburtstagskind richtete an diesem Tag auch den Wettkampf um den Gemeindepokal aus.

Die Dährer Jugendwehr kämpfte um jede Sekunde bei ihrem Lauf. Foto: Anke Pelczarski

Bei sommerlicher Hitze gab es zwei Erleichterungen: Zum einen durfte auf die Jacken verzichtet werden. Zum anderen waren Kanister vom Podest zu spritzen. Durch die größere Angriffsfläche ist dies leichter zu meistern. Jörg Ebeling gab das Startsignal. Michael Schmidt achtete darauf, dass auf dem Podest alles ordnungsgemäß aufgebaut war. Albert Müller, Alfred Klein und Heinrich Buhr stoppten die Zeit.

Jugendwehr sucht Nachwuchs

Die Dährer Jugendwehr beteiligte sich ebenfalls am Löschangriff. Hans-Heinrich Bromann, der den Nachwuchs mit betreut, hofft, dass sich in den Dährer Ortsteilen neue Mitglieder finden. Sonst sei das Aus der Nachwuchstruppe in drei Jahren vorprogrammiert: Dann seien alle jungen Leute 18 Jahre und würden in die aktive Truppe wechsel

Karin Wunderlich ehrte Fahrendorfs Ortswehrleiter Rainer Schnobbel mit dem Ehrenstern des Landesfeuerwehrverbandes in Bronze. Foto: Anke Pelczarski

Fahrendorfer Wehr feiert 80-Jähriges

Fahrendorf (ap) l Die Freiwillige Feuerwehr Fahrendorf ist 80 Jahre geworden. Zum runden Geburtstag gab es einen Pokallauf im Löschangriff nass und eine Feierstunde mit Blick in die Geschichte.

Die Fahrendorfer Frauen sind immer zur Stelle, wenn sie gebraucht werden. Die Feuerwehrleute, hier Thomas Polzin, bedankte sich bei jeder mit einer Blume. Foto: Anke Pelczarski

Nach dem Wettkampf ging es in die Festscheune. Ortswehrleiter Rainer Schnobbel blickte in die Geschichte. So schilderte er, dass bereits vorm Zweiten Weltkrieg ein Feuerlöschbrunnen nahe des Kriegerdenkmals gebohrt worden sei. Er sei über 50 Meter tief und habe viele Jahre als Wasserentnahmestelle gedient. „Er ist sogar heute noch leistungsfähig und liefert 1000 Liter Wasser pro Minute“, fügte er hinzu.

Die Freiwillige Feuerwehr Fahrendorf feierte ihr 80-jähriges Bestehen. Es gab einen Löschangriff und eine kleine Feierstunde. Foto: Anke Pelczarski

Gerätehaus zweimal umgebaut

Im Jahr 1959 sei das Gerätehaus gebaut worden. Sein Vorgänger, ein Spritzenhaus, das auch als Gefängnis genutzt wurde, sei heute noch auf dem Grundstück seines Vorgängers Siegfried Polzin erhalten, berichtete Rainer Schnobbel. Das Gerätehaus musste Anfang der 1990er Jahre zweimal umgebaut werden, damit das neue Fahrzeug hinein passte. Die Kameraden hätten dafür viele Freizeitstunden investiert, sagte der Ortswehrleiter.

Heinrich Buhr (von links), Albert Müller und Alfred Klein agierten als Zeitnehmer. Foto: Anke Pelczarski

Zur Geschichte der Wehr gehöre auch ein dreitägiger Hochwassereinsatz im Jahr 1938 an der Mühle in Peckensen. „Da war unsere Motorpumpe noch jung und musste gleich einen Härtetest bestehen“, schilderte Rainer Schnobbel.

Heute zähle die Wehr 36 Kameraden, davon 13 im aktiven Dienst. „Diese Zahl wird sich wohl nicht so schnell verbessern, weil der Lebensmittelpunkt vieler junger Menschen nicht in unserem kleinen Dorf liegt“, stellte er nüchtern fest. Der Nachwuchs müsse dahin gehen, wo Arbeit sei.

Ehrenstern in Bronze verliehen

Karin Wunderlich, Vorsitzende des Feuerwehrverbandes Altmarkkreis Salzwedel, hatte neben der Ehrentafel noch eine Überraschung für den Ortswehrleiter mitgebracht. Sie zeichnete Rainer Schnobbel, der seit 26 Jahren an der Spitze steht, mit dem Ehrenstern des Landesfeuerwehrverbandes in Bronze aus. Seine Kameraden überreichten ihm und seiner Frau Doris, die ihn immer unterstützt, Präsente.

Die Freiwillige Feuerwehr Fahrendorf feierte ihr 80-jähriges Bestehen. Es gab einen Löschangriff und eine kleine Feierstunde. Foto: Anke Pelczarski

Winfried Arndt, in der Verbandsgemeinde Beetzendorf-Diesdorf für die Feuerwehren zuständig, lobte die Gemeinschaft in Fahrendorf: „Die Feuerwehr isoliert von der Dorfgemeinschaft wäre ein nichts“, sagte er. Dähres Bürgermeister Michael Olms gratulierte ebenso zum Wehrgeburtstag wie Vertreter anderer Wehren.

Schlagwörter zum Thema: Feuerwehr | Dähre | Fahrendorf

Pin It on Pinterest